Unterwegs als Azubi–Botschafter
Vor Kurzem durfte ich als IHK-Botschafter ein Gymnasium in Andernach besuchen und meinen Ausbildungsberuf Kauffrau für Versicherungen und Finanzanlagen vorstellen. Für mich war das eine richtig schöne Abwechslung zum Arbeitsalltag – und vor allem total spannend, mit den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe ins Gespräch zu kommen.
Als Azubi-Botschafter besucht man verschiedene Schulen, spricht mit Abschlussklassen oder ist auf Infoveranstaltungen und Berufsmessen unterwegs. Das Besondere daran: Man kann ganz offen und ehrlich über die Ausbildung und den Berufsalltag sprechen – ohne Filter und ohne Fachchinesisch.
Ein bisschen aufgeregt war ich am Anfang natürlich trotzdem. Ich wollte auf keinen Fall einfach nur vorne stehen und einen Vortrag halten, während alle zuhören und am Ende keiner eine Frage stellt. Deshalb habe ich mir vorher ein paar spannende Fragen und Beispiele aus der Praxis überlegt, um die Schülerinnen und Schüler aktiv einzubinden. Und genau das hat super funktioniert: Es wurde schnell ein richtiger Austausch statt eines Monologs.
Mir war besonders wichtig, dass wir auf Augenhöhe sprechen. Schließlich saß ich selbst vor gar nicht allzu langer Zeit noch genau dort, wo die Schülerinnen und Schüler heute sitzen. Es kamen viele Fragen – zur Ausbildung, zum Beruf, aber auch ganz persönliche. So konnten die Schülerinnen und Schüler besser verstehen, warum ich mich für diesen Weg und für die Versicherungsbranche entschieden habe.
Für mich ist das Azubi-Botschafter-Projekt einfach richtig cool. Nicht nur, weil man dafür sogar einen arbeitsfreien Tag bekommt, sondern vor allem, weil es den Schülerinnen und Schülern so viel bringt, gerade weil sie jemanden vor sich haben, der in einem ähnlichem Alter ist. Sie können Azubis direkt zu ihrem echten Arbeitsalltag fragen und trauen sich oft mehr, offen und ehrlich nachzuhaken. Und ganz nebenbei hilft es auch mir selbst, immer sicherer, offener und selbstbewusster vor einer Gruppe zu werden. Win-win für alle.