Du hast noch nie etwas von einer dualen Berufsausbildung gehört? Das kann sein, denn häufig spricht man einfach nur von Ausbildung. Dual bedeutet, dass man in der Zeit der Ausbildung an zwei Lernorten lernt – und zwar im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.

  • Das ist im Berufsbildungsgesetz (BBiG) so festgelegt. Du hast dadurch einen großen Vorteil, denn so kannst du die Theorie direkt in der betrieblichen Praxis umsetzen. Dieses Prinzip der Dualität gilt für alle Berufe, die nicht ausschließlich an Berufsbildenden Schulen umgesetzt wird und auch nicht für die Ausbildung in öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen. Wenn du also eine Berufsausbildung in Industrie, Handel, Dienstleistungen, IT, Medien oder im Handwerk anstrebst, wirst du es mit einer dualen Ausbildung zu tun haben.

    Rahmenlehrplan und Ausbildungsordnung

    In der Berufsschule lernst du den theoretischen Hintergrund, den du für deinen Beruf brauchst. Für jeden Ausbildungsberuf gibt es einen Rahmenlehrplan, der die verschiedenen Lernfelder vorgibt. Die Berufsschule setzt das dann in deinen Stundenplan um. Auch der betriebliche Teil jeder Ausbildung ist geregelt, und zwar durch die Ausbildungsordnung. Sie legt fest, wie deine Ausbildung im Betrieb inhaltlich und zeitlich gegliedert ist.

    Hier findest du zu jedem Ausbildungsberuf Rahmenlehrplan und Ausbildungsverordnung und kannst dir schon ein ganz gutes Bild über den Inhalt jeder Ausbildungen machen.

    Rahmenlehrplan und Ausbildungsordnung sind übrigens in der Regel deutschlandweit identisch. In einem Ausbildungsberuf werden dir also die gleichen Fähigkeiten und Fertigkeiten vermittelt, egal, in welchem Unternehmen du lernst. Dazu kommen dann natürlich noch Besonderheiten in deinem Ausbildungsbetrieb oder in deiner Region. Das bedeutet, dass die Ausbildungsstandards und Prüfungsanforderungen in ganz Deutschland einheitlich geregelt sind und umgesetzt werden.

    Zwei Lernorte

    Meistens bist du 3-4 Tage pro Woche in deinem Ausbildungsbetrieb und 1-2 Tage in der Berufsschule. Welche Berufsschule das genau ist, hängt vom Standort deines Ausbildungsunternehmens ab. Bei Berufen, die nicht so häufig ausgebildet werden, wird der Unterricht häufig im Block organisiert. Du bist dann also nicht jede Woche in der Schule, sondern direkt ein paar Wochen am Stück, zusammen mit Azubis aus anderen Regionen und Bundesländern. Wie das bei deinem Wunschberuf geregelt ist, erfährst du entweder in deinem Ausbildungsbetrieb oder bei deiner IHK.

    Die Dualität soll sicherstellen, dass du bestmöglich auf das Berufsleben vorbereitet wirst. Das Ziel ist, dass dir in deinem Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt werden, die dir eine berufliche Handlungsfähigkeit verleihen. Durch diese Kombination bist du nach Abschluss deiner Ausbildung bereit, direkt als Fachkraft durchzustarten!