Heute hast du dein Bewerbungsgespräch für deinen Traumberuf. Du hast dich bestens vorbereitet - und trotzdem: Das Lampenfieber kommt spä­testens, wenn du vor dem Firmengebäude stehst, und verbreitet ein ungutes Gefühl im Bauch. So ähnlich fühlt ihr euch auch, wenn eine Prüfung ansteht. Trotz intensiven Lernens entsteht das Gefühl, nichts mehr zu wissen oder zu können und völlig zu versagen.

  • Lampenfieber ist eine völlig normale Reaktion des Körpers auf eine stressige Situation. Dieser stößt ebenso wie bei Prüfungsangst das Hormon Adrenalin aus, welches körperliche Höchstleis­tungen ermöglicht. Der leidige Nebeneffekt: Schwitzen, erhöhter Puls, die bessere Durch­blutung sorgt für einen roten Kopf, gleichzeitig scheint der Kopf völlig leer zu sein. Es gibt kaum Menschen, die kein Lampenfieber haben. Aber man kann lernen, damit umzugehen und daran zu arbeiten, dass die Aufregung mit der Zeit etwas weniger wird. Auch hier macht Übung den Meister. Schenke also dem Lampenfieber nicht so viel Aufmerksamkeit – du kannst es nicht verhindern.

    Damit du  in dei­nem Bewerbungsgespräch das Lampenfieber besser in den Griff bekommst und mit deiner Nervosität besser umgehen kannst, haben wir dir hier ein paar Tipps zusammengestellt.

    Akzeptiere deine Nervosität

    Gerade vor einem Vorstellungsgespräch ist es völlig normal, nervös zu sein. Schließlich geht es um etwas. Wer hier nicht angespannt ist, dem scheint der Ausbil­dungsplatz egal zu sein. Also entspann dich. Du musst deine Ner­vosität nicht verbergen. Anderen geht es schließlich genauso. Und wenn du mit einem Knoten im Bauch kein Wort herausbringst, dann sprich dies durchaus an, aber ohne dich dafür zu entschuldigen. Das ist auf jeden Fall besser, als unmotiviert herumzustottern und verzweifelt zu versuchen, den Faden wieder zu finden.

    Bereite dich sehr gut vor

    Für das Bewerbungsgespräch hast du dich über das Unternehmen genau informiert. Du hast deine Bewerbungsunterlagen und alle Anlagen noch einmal genau gelesen und auch für das Gespräch noch einmal mitgebracht. Du kennst deine Stärken und weißt um deine Schwächen. Nimm dir etwas zum Schreiben mit, damit bist du schon sehr gut vorbereitet. Aber du kannst noch mehr tun, um die Nervosität zu senken. Du solltest einige Tage vor dem Gespräch zum Un­ternehmen fahren, um die Fahr- und Parksitua­tion vor Ort bzw. die Verbindungen mit dem ÖPNV kennenzulernen. Fahre rechtzeitig los und komme lieber zu früh. Dann kannst du vor Ort noch etwas entspannen.

    Den Tag vor deinem großen Tag nutze dafür, noch einmal deine Unterlagen zu prüfen und die Garderobe zu kontrollieren. Dann lass den Tag ruhig und entspannt ausklingen und geh recht­zeitig zu Bett, damit du ausgeruht bist.

    Entspann dich

    Dafür kannst du die 15 Minuten vor dem Gespräch nutzen. Suche dir einen ruhigen Ort (beispielsweise die Toilette). Hier kannst du dich noch einmal in Ruhe hinsetzen und mit geschlossenen Augen entspannen. Dann schüttle dich kurz, um richtig wach zu werden. Du solltest die Gelegenheit auch nutzen, um deine Garderobe und ggf. das Makeup und die Haare zu überprüfen und noch einmal die Blase entleeren, damit sich kein unangenehmer Druck aufbaut. Noch einmal tief ein- und ausatmen – und jetzt viel Glück!

    Bleibe locker

    Sobald du im Gespräch merkst, dass deine Anspannung zu stark wird, gibt es einfache Tricks: Zumeist sind es Schultern und/oder der Kiefer, der verkrampft. Daher solltest du beides bewusst locker hängen lassen (natürlich, ohne den Mund dabei offen zu halten). Sinke nicht auf dem Stuhl zusammen, sondern bleibe aufrecht sitzen. Halte den Blickkontakt. Deine Hände sollten auf dem Tisch liegen bleiben und nirgends herumnesteln. Stelle beide Füße parallel auf den Boden, das gibt Halt.