Der berühmte erste Eindruck, er zählt auch im Bewerbungsgespräch. Im Bruchteil einer Sekunde entscheiden wir darüber, ob wir jemanden mögen oder nicht. Daher ist es auch hier sehr wichtig, sich die nötige Zeit für die optimale Vorbereitung zu nehmen. Denn wer im ersten Augenblick durch seine Erscheinung überzeugt, hat es im weiteren Gesprächsverlauf deutlich leichter.

  • Unternehmen wollen freundliche Mitarbeiter, die mitdenken, angemessen auftreten, flexibel sind und sich gut ins Team integrieren können. Sie erwarten einen freundlichen, höflichen und respektvollen Umgang. Und das beginnt bereits vor dem Gespräch.

    Outfit & Co

    Dein Outfit sollte zur Branche passen. Wenn du bspw. eine Ausbildung in einer Werkstatt beginnen möchtest, musst du zum Gespräch kein Kostüm tragen. Willst du aber Bankkaufmann werden, ist ein Anzug Pflicht. Saubere, ordentliche Schuhe sind selbstverständlich.

    Die Auswahl der Kleidung solltest du einige Tage vor dem Gespräch treffen - ohne Zeitdruck. Dann hast du immer noch Gelegenheit, alles zu bügeln und noch fehlende Accessoires zu besorgen.

    Der Tag selbst sollte ausgeschlafen mit einer ausgiebigen Dusche beginnen, denn gewaschene und gekämmte Haare sowie ein gepflegter Bart spielen eine ebenfalls eine Rolle. Achte auf gepflegte Hände und saubere Fingernägel sowie einen frischen Atem. Du solltest aus diesem Grund vor dem Gespräch keine Zigarette mehr rauchen und knoblauchhaltiges Essen meiden.

    Mit Parfüm, Schmuck und Make-up solltest du vorsichtig sein. Entferne mögliche Gesichtspiercings und achte bei Tattoos darauf, dass diese ggf. verdeckt sind.

    Pünktlichkeit und gutes Benehmen

    Weißt du schon genau, wie du zu dem Betrieb gelangst? Du solltest deine Anreise rechtzeitig organisieren und genügend Zeit einplanen. Eine Verspätung durch Stau, Panne oder verspäteten Zug wirft kein gutes Licht auf deine Zuverlässigkeit. Notier dir für den Notfall die Telefonnummer des Unternehmens, damit du ggf. Bescheid geben kannst.

    Plane deine Anreise so, dass du vor der Tür noch mindestens 15 Minuten Zeit hast. Dabei solltest du auf dem Schirm haben, dass es gerade bei größeren Unternehmen mehrere Eingänge gibt und der Weg zum Büro vielleicht noch etwas länger ist.

    Auf die guten alten Benimmregeln legen die Unternehmen großen Wert. Dazu gehört ein freundlicher Auftritt bei allen Mitarbeitern im Unternehmen – beim Portier angefangen. Triffst du dann auf deinen Gesprächspartner, gebührt diesem die Begrüßung. Gleiches gilt für die Verabschiedung. Lass dich dabei vom Gegenüber leiten. Bietet er dir einen Händedruck an, dann erwidere diesen fest. Bietet er dir einen Platz an, dann setzt dich. Während er sich vorstellt, solltest du dir seinen Namen merken.

    Körpersprache

    Du freust dich über das Gespräch. Dann zeig es auch und lächle. Nimm eine offene Körperhaltung ein, sitz gerade und zeige Interesse. Schaue deinem Gesprächspartner in die Augen. Vermeide zu starke Armbewegungen und unkontrollierte Handlungen (Hände in den Haaren oder im Gesicht). Rede laut und deutlich und hör aufmerksam zu.

    Aber auch im Wartebereich oder sogar bei der An- bzw. Abreise solltest du auf deine Körpersprache achten. Denn hier triffst du ggf. schon auf mögliche Kollegen.

    Bleib authentisch

    Ganz wichtig ist es, mit der richtigen Einstellung in das Gespräch zu gehen. Überheblichkeit ist ebenso unangebracht wie 'falsche' Bescheidenheit. Du solltest dich also nicht verstellen. Das finden Personaler sowieso sehr schnell raus. Gib dich so, wie du bist. Allerdings ist es nicht angebracht, einen zu persönlichen Ton anzuschlagen.

    Dass man vor einem Bewerbungsgespräch nervös wird, ist verständlich. Es gibt ein paar Tricks, wie man die eigene Nervosität besser in den Griff bekommt. Und die verraten wir euch morgen.