In der Berufsausbildung  kommen viele Rechte, aber auch Pflichten auf dich zu. Einige davon sind eindeutig geregelt, nämlich im Arbeitsvertrag. Andere sind "ein ungeschriebenes Gesetz", man sollte sich dran halten.

  • Der Beginn der Ausbildung ist für dich ein bedeutender Schritt zum Erwachsenwerden. Zum einen musst du die fachlichen Herausforderungen meistern, die in Betrieb und Schule auf dich zukommen. Auf der anderen Seite gilt es, mit älteren Vorgesetzten und Kollegen klar zu kommen. Auch das ist nicht immer ganz einfach, denn häufig haben diese andere Vorstellungen und Erwartungen als du. Und es gibt Pflichten, die du zu erfüllen hast. Aber keine Sorge: Du hast auch viele Rechte, die dir eine gute Ausbildung sichern!

    Der Ausbildungsvertrag

    Bevor du eine Ausbildung beginnst, schließt du einen Vertrag mit deinem Ausbildungsbetrieb ab. Und schon jetzt geht es los mit den Rechten und Pflichten. Vereinbart werden bspw. Dauer der Ausbildung und der Probezeit, die Höhe der Ausbildungsvergütung, die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit, Urlaubsanspruch und das Ziel der Ausbildung.

    Der Ausbildungsvertrag muss in schriftlicher Form vorliegen. Du musst dich aber um den Vertrag nicht kümmern. Das macht dein Ausbildungsbetrieb. Die IHK überprüft den Vertrag auf seine Richtigkeit, z.B. ob die Vergütung den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und die Probezeit nicht zu lang gewählt wurde.

    Du hast während der Ausbildung Anspruch auf eine Ausbildungsvergütung. Aber Obacht: Die Höhe ist abhängig von der Branche, in der du arbeitest und von der Region, in der der Betrieb ansässig ist. Es kann also sein, dass Mitschüler in der Berufsschule etwas anderes verdienen als du.

    Außerdem solltest du wissen, dass der Vertrag auch innerhalb der Probezeit von dir und vom Betrieb wieder gekündigt werden kann. Während der Probezeit muss dafür kein Grund angegeben werden. Danach ist eine Kündigungsfrist von vier Wochen einzuhalten und wichtige Gründe für die Kündigung zu nennen. Dies könnte z.B. ein Wechsel des Ausbildungsberufes wegen allergischer Reaktionen sein.

    Und was die eingangs erwähnten Erwartungen von dir und deinem Ausbildungsbetrieb anbelangt: Sprich mit der/dem Ausbilder/in über deren/dessen und deine Erwartungen. Und mit etwas gegenseitigem Verständnis und Aufeinander zugehen gelingt es bestimmt, diesen zu entsprechen.