Bevor es los geht

Was bei einem Praktikum rechtlich zu beachten ist

Auch wenn es sich einfach anhört – ganz ohne rechtliche Regelungen geht auch ein kurzes Praktikum im Betrieb nicht. Aber das meiste übernehmen die Schule und der Betrieb für dich. Hier geben wir dir einen kurzen Überblick über die wichtigsten Dinge, die rechtlich zu beachten sind.

  • Es gibt verschiedene Arten von Schülerpraktika, die sich im Wesentlichen durch die Dauer und den Zeitpunkt unterscheiden:

        • Berufsorientierendes Schülerpraktikum
        • Freiwilliges Ferienpraktikum
        • Strukturiertes Praktikum/Fachpraktikum
        • Regelmäßige Praxistage


        Alle haben das gleiche Ziel: Sie dienen deiner beruflichen Orientierung. Während der Schulzeit finden in der Regel ein oder zwei berufsorientierende Praktika statt. Solche „Betriebspraktika“ dauern normalerweise nicht länger als vier Wochen. Ein Praktikum ist also eine Art „Schnupperlehre“, da du die Möglichkeit hast, in das Berufsbild hineinzuschnuppern. Du kannst aber auch ein freiwilliges Praktikum in deinen Ferien absolvieren, z.B., um noch weitere Berufe besser kennenzulernen.

        Der Praktikumsvertrag

        Toll! Du hast einen Betrieb gefunden, bei dem du Praxisluft schnuppern kannst. Für dein Praktikum sollte dein Betrieb auf jeden Fall einen schriftlichen Praktikantenvertrag mit dir abschließen.

        Folgende Punkte werden aufgenommen:

        • Vertragsparteien (Betrieb, Schüler)
        • Beginn und Ende
        • Arbeitszeit
        • Arbeitsort
        • Ziel (welches Berufsbild möchte ich kennenlernen?)
        • Unterschriften (Betrieb, Schüler, Schule, Erziehungsberechtigte)

        Häufig bieten auch die Schulen Unterstützung und haben Muster von Praktikumsverträgen parat. Wenn nicht, kannst du auch unsere Muster (siehe rechts im Download-Bereich) verwenden.

        Rechtliches

        Dein Praktikumsbetrieb weiß, dass für Praktikanten die gleichen Bestimmungen des Arbeitsschutzes gelten, wie für alle anderen Mitarbeiter. Besonders wichtig ist z. B. das Jugendarbeitsschutzgesetz.Eine gesonderte Privathaftpflichtversicherung, Sozial- und gesetzliche Unfallversicherungspflicht bestehen üblicherweise nicht, da du meist über die Familie versichert bist und die gesetzliche Unfallversicherung über deine Schule abgewickelt wird.