Das duale Studium boomt - immer mehr Abiturienten entscheiden sich nach dem Schulabschluss dafür und die Angebote steigen. Aber was ist das eigentlich, ein duales Studium? Dem gehen wir heute auf den Grund! 

  • Im Grunde ist es ganz einfach: Mit einem dualen Studium kombinierst du ein Bachelor-Studium an einer Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen. Du verknüpfst also theoretisches Wissen direkt mit praktischer Umsetzung und wirst so bestens auf das Berufsleben vorbereitet. Wie die genaue Umsetzung aussieht, hängt entscheidend davon ab, für welches dieser vier Studienmodelle du dich entscheidest:

    1. Ausbildungsintegrierend

    Bei einem ausbildungsintegrierenden dualen Studium kombinierst du nach deinem Schulabschluss eine anerkannte Berufsausbildung mit einem Studium, z.B. an einer Hochschule. Das bedeutet, du hast am Ende zwei Abschlüsse (Ausbildung und Bachelor) in der Tasche! In diesem Modell wirst du sogar an drei Orten ausgebildet: deinem Partnerbetrieb, der berufsbildenden Schule und der Hochschule. Der zeitliche Ablauf ist in der Regel vorgegeben und ideal aufeinander abgestimmt. Das ausbildungsintegrierende duale Studium verlangt viel von dir; du solltest auf jeden Fall über eine hohe Leistungsbereitschaft verfügen und belastbar sein.

    2. Praxisintegrierend

    Auch bei einem praxisintegrierenden dualen Studium arbeitest du eng mit einem Unternehmen zusammen. Hier absolvierst du deine Praxisphasen, die in der Regel während der Semesterferien vorgesehen sind. Bei den Praxisphasen handelt es sich sozusagen um Langzeitpraktika, du absolvierst keine zusätzliche Berufsausbildung. Manchmal kommt es auch vor, dass du die Praktika nicht immer im gleichen Unternehmen machst, sondern wechselst. Nach einem praxisintegrierenden dualen Studium hast du einen Bachelorabschluss in der Tasche.

    3. Berufsintegrierend

    Das berufsintegrierende Modell wird für dich erst interessant, wenn du nach einer abgeschlossenen Ausbildung schon fest in einem Unternehmen arbeitest und dich zusätzlich durch ein Studium noch weiter qualifizieren möchtest. Wenn dein Arbeitgeber einverstanden ist, kannst du deine Arbeitszeit reduzieren und in der freien Zeit dein Studium absolvieren. Je nach Hochschule und Studiengang brauchst du hier kein (Fach-)Abitur und kannst entweder direkt nach der Ausbildung oder nach zwei Jahren Berufserfahrung loslegen.

    4. Berufsbegleitend

    Das berufsbegleitende Studium kannst du ebenfalls erst absolvieren, wenn du fest in einem Unternehmen bist. Der Ablauf ist ähnlich wie bei einem klassischen Fernstudium. Allerdings triffst du auch hier Absprachen mit deinem Arbeitgeber, damit du z.B. für Präsenzphasen und Prüfungszeiten freigestellt wirst.

    Du siehst, es gibt eine ganze Menge an Möglichkeiten, direkt nach der Schule ein duales Studium zu starten oder auch nach einer ‚normalen‘ Berufsausbildung ein Studium mit der Arbeit zu verbinden. Welcher Weg der beste für dich ist, hängt davon ab, für welchen Fachbereich du dich interessierst und wie dein Arbeitgeber dich unterstützen will.