Das Bewerbungsanschreiben soll den Personalverantwortlichen innerhalb von drei Minuten dazu bringen, auf dich neugierig zu werden. Es soll spontan begeistern. Nimm dir für das Anschreiben Zeit – die Mühe lohnt sich!

  • Während es beim Lebenslauf darum geht, deine einzelnen 'Stationen' darzustellen, beschreibt das Anschreiben deine Motivation, warum du dich für genau diesen Ausbildungsplatz oder Job bei genau diesem Unternehmen bewirbst. Dein Anschreiben sollte überzeugen - es bestimmt darüber, ob du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Ein Anschreiben sollte immer individuell sein - d.h., genau auf das Unternehmen und den Ausbildungsplatz ausgerichtet. Auch, wenn du bei mehreren Bewerbungen Teile immer wieder verwenden kannst, solltest du dich trotzdem immer wieder neu über das Unternehmen und seine Ausbildung informieren, den richtigen Ansprechpartner und die richtige Adresse herausfinden!

    Auf den Inhalt kommt es an

    Das Anschreiben folgt einer gewissen Systematik: Einige Inhalte sind Pflicht. So erwartet der Personaler von dir, dass du erklärst, warum du dich gerade für die­sen Beruf und für dieses Unternehmen entschie­den hast und was du von der Ausbildung erwar­test. Viele Informationen von der Stellenaus­schreibung oder der Webseite des Unternehmens kannst du gut für dein Anschreiben verwenden. Aber schreib nicht einfach ab!

      • Schreibe, wo du gelesen oder gehört hast, dass dieses Unternehmen Ausbildungsplätze vergibt (Agentur für Arbeit, Kammern, Stellenanzeige etc. …), oder verweise auf ein Telefongespräch mit dem Unternehmen.
      • Lege kurz dar, in welche Schule und Klasse du gehst und wann du die Schule mit welchem Abschluss verlassen wirst.
      • Mache deutlich, aus welchen Gründen du dich bewirbst und warum du für eine Ausbildung in diesem Ausbildungsberuf besonders geeignet bist. Verweise z.B. auf gute Leistungen in Schulfächern, die mit den Ausbildungsanforderungen etwas zu tun haben, auf persönliche Interessen oder Begabungen, die in den Beruf eingebracht werden können, oder erste Erfahrungen, die du mit dem Beruf – z.B. im Rahmen eines Praktikums – gemacht hast.
      • Weise kurz auf persönliche Hobbys, Aktivitäten in Vereinen, ehrenamtliches Engagement oder eine freiwillige Teilnahme an Schülerwettbewerben hin.
      • Erläutere, warum du gerade in diesem Unternehmen deine Ausbildung absolvieren möchtest!
      • Drücke mit einem Satz deine Freude über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch aus.
      • Vergiss deine Unterschrift nicht – auf Anschreiben UND Lebenslauf (sie kann auch ruhig eingescannt sein, wenn du die Unterlagen später per E-Mail verschickst).
      • Achte auf eine seriöse E-Mail- Adresse, keine Spaßadresse angeben. Gegebenenfalls solltest du dir eine neue Adresse einrichten.

    Im Internet findest du Vorlagen und Muster, die du verwenden kannst. Achte aber darauf, dass du überall deine persönlichen Daten einsetzt. Er­fah­rene Personaler kennen solche Vorlagen und Muster sofort. Daher passe sie an deine Person an - auch, wenn du mehrere Bewerbungen verschickst. Schnell steht im Betreff der falsche Beruf oder in der Anrede der falsche Ansprechpartner.

    Gestaltung: Weniger ist mehr

    Deine Bewerbung soll auffallen, klar! Aber bitte nicht negativ. Daher verwende die verschiedenen Stilelemente sehr sparsam. Und das bei allen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Deckblatt). Deine Bewerbung soll ein Gesamtwerk sein, nicht die Sammlung einzelner Dokumente!

    • Verwende eine, maximal zwei Schriftarten - eine für Überschriften, eine für den normalen Text (keine Zierschriften!)
    • Die optimale Schriftgröße ist 10-12 pt für den Text und 12-14 pt für die Überschriften.
    • Schwarze Schriftfarbe für den Text wirkt am besten. Verwende max. eine weitere Farbe für die Überschrift.
    • Nutze wenige Hervorhebungen (kursiv, fett).
    • Der Zeilenabstand von etwa 1 ½ Zeilen und Leerzeilen zwischen den Absätzen dienen der besseren Lesbarkeit.
    • Der Text sollte linksbündig formatiert sein. Achte dabei auf einheitliche Einzüge. Überprüfe die Rechtschreibung!


    Übrigens machen Bewerbungsunterlagen mit Kaffeeflecken oder Eselsohren einen sehr schlechten Eindruck. Gehe also besonders sorgfältig mit den ausgedruckten Dokumenten um!