Berufskraftfahrer – definitiv kein langweiliger Job!

Tobias hat einen richtig spannenden Arbeitsalltag als Berufskraftfahrer beim USB Bochum - hier erzählt er, welche Fahrzeuge er fahren darf, rangiert und abkippt, aber lest selbst!

  • Meine Ausbildung bei der USB Bochum GmbH ist sehr vielseitig, besonders, was die Fahrertätigkeit angeht. Kehricht-Sammelwagen, Sattelzug, Müllwagen und noch viele andere Fahrzeuge – wir kommen in den Genuss, all diese Fahrzeuge fahren zu dürfen. Doch jetzt erstmal zu meinem Arbeitstag.

    6:00 Uhr – Die Schicht beginnt, ich erfahre am Morgen von meinem Disponenten, welche Tour ich heute zu fahren habe. Aktuell bin ich im Containerdienst eingesetzt. Das heißt, wir fahren Wertstoffhöfe an, um die Container aufzunehmen und zu leeren, damit die Bochumer Bürgerinnen und Bürger ihren Hausmüll, Restmüll und Sperrmüll an einem unserer sechs Wertstoffhöfe wieder entsorgen können. Da ich die erste Woche im Containerdienst eingesetzt bin, begleitet mich noch ein erfahrener Arbeitskollege, der mir acht Stunden lang mit Tipps und Ratschlägen zur Seite steht, falls es mal „brenzlig“ wird, aber mir auch sagt, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist. Denn aus Fehlern lernt man bekanntlich ja am besten. 

    Angekommen an einem unserer Wertstoffhöfe beginnt ein ganz anderer, aber auch umso wichtigerer Teil meiner Arbeit – Ladungssicherung! Dafür steigen wir aus unserem Fahrzeug aus, denn als Fahrer sind wir in der Verantwortung. 

    Wir haben jetzt den Container zu überprüfen, das bedeutet, wir sichern den Inhalt (Sperrmüll, Papier, Holz, Grünabfälle) mit einem Netz, das über den Container gespannt wird, damit auch nichts während der Fahrt herabfallen und somit andere Verkehrsteilnehmer gefährden kann. Nun beginnt der wirklich interessante Part, das Rangieren. Jetzt ist Konzentration und Präzision gefragt, denn um den Container aufnehmen zu können, müssen wir wirklich sehr genau heranfahren und den Container auf zwei „Rollen“ ziehen – klappt das nicht, haben wir schnell einen hohen Sachschaden. Allerdings müssen wir währenddessen auch noch weiter auf den Verkehr und Fußgänger achten, da leider nicht alle immer so aufmerksam sind. Aber ein richtiger Berufskraftfahrer schafft auch das. 

    Manchmal braucht man zwei bis drei Versuche, bis es mit dem Aufziehen des Containers klappt. Grade am Anfang dauert es schon einmal etwas länger, aber das ist alles kein Problem, denn dafür sind wir ja in der Ausbildung, um genau solche Abläufe zu erlernen.

    Spannend wird es dann noch einmal beim „Abkippen“ des Containers, das bedeutet, wir entleeren den Container, um ihn Füllbereit wieder zurück zu fahren. An den einzelnen Mülldeponien herrscht ein etwas rauerer Ton, von daher gilt Grundsatz Nr.1: Nur das machen, was einem an der Waage gesagt wird. Beim Abkippen müssen wir teils rückwärts durch enge Wege fahren. Das Fahren eines LKWs lernt man hierbei wirklich sehr gut. 

    Sobald wir den Container leer haben, geht es wieder zur Waage, wo unser Gesamtgewicht gewogen wird. 

    Jetzt geht’s zurück zum Wertstoffhof, wo noch einmal unsere Rangierkünste gefragt sind, denn beim Absetzen des Containers müssen wir diesen genau in 2 schmale Schienen drücken – was auch nicht immer so einfach ist.

    Heute hat alles problemlos geklappt, mein Arbeitskollege ist zufrieden und ich erst recht. 

    Das Einzige, was jetzt noch wartet, ist die Dusche und der Feierabend! 

    Bis zum nächsten Mal und allzeit gute Fahrt!

    Euer Tobi