Tina

Mediengestalterin im 1. Ausbildungsjahr

Durchblick trotz Farbe im Gesicht

Tina weiß genau, was sie will. Um ihren Ausbildungsplatz zur Mediengestalterin zu bekommen, hat sie zahlreiche Bewerbungen verschickt, Probearbeitstage hinter sich gebracht und am Ende die Stelle bekommen, bei der die Chemie von Anfang an gestimmt hat. Im Interview verrät sie euch unter anderem, dass ihre Bewerbung nicht gerade 0815 war.

  • Was hat dich zu deiner Ausbildung bewegt?
    Ich wusste schon ziemlich früh, dass ich mich kreativ betätigen möchte, da ich schon länger in
    meiner Freizeit fotografiere. Nach der 10. Klasse habe ich mich dann umgehört, was es noch für
    schulische Möglichkeiten in diesem Bereich gibt und bin auf die BBS GuT gestoßen. Dort habe ich
    dann letztes Jahr im Juli mein allgemeines Abi im Bereich Mediengestaltung absolviert.
    Dann stand ich vor der großen Frage - WAS JETZT?

    Die meisten aus meinem Abijahrgang sind ein Jahr ins Ausland gegangen. 1 Jahr weg, schön und
    gut, aber erstmal nichts für mich! Ich will lieber sofort was neues dazu lernen und das am besten
    auch noch gerne machen. Also habe ich mich erstmal für ein dreimonatiges Praktikum bei einer
    Agentur beworben, damit ich den Agenturalltag besser kennen lerne, und wurde auch sofort
    angenommen. Dort habe ich dann nochmal gemerkt, dass ich diesen Beruf lernen und ausüben
    möchte.

    Welche Hobbys und Interessen hast du? Spielten diese bei der Wahl des Berufs eine Rolle?
    Mein Hobby, das Fotografieren, hat mich erst auf die Idee gebracht eine Ausbildung als
    Mediengestalterin in Betracht zu ziehen - also ja, mein Hobby hat eine sehr große Rolle bei der
    Berufswahl gespielt.

    Was machst du im Augenblick in deinem Ausbildungsbetrieb?
    In meiner Ausbildung hab ich das Glück sehr viele verschiedene Aufgaben zu haben, deswegen ist
    die Arbeit auch immer abwechslungsreich (von Fußballvereinen bis hin zu Weingütern). Momentan
    arbeite ich an einem großen Projekt, die Erstellung eines Fußballheftchens für einen Verein aus
    Luxemburg. Dieses Projekt macht mir sehr viel Spaß, da ich das Design des Heftchens komplett
    neu entwerfen und umsetzen darf.

    Darfst du schon eigenverantwortlich arbeiten und dich selbst einbringen?
    Ja, auf jeden Fall. Ich arbeite eigentlich ausschließlich an Projekten, die auch wirklich existieren.
    Natürlich guckt nach meiner Erstellung eines groben Designs mein Ausbilder drüber und gibt mir
    Feedback, damit ich weiß was ich ändern soll oder noch besser machen kann. An manchen
    Projekten arbeite ich auch mit einer anderen Auszubildenden zusammen, das finde ich persönlich
    auch echt cool. Man lernt dann einen anderen Blickwinkel besser kennen und hilft sich gegenseitig
    auch mal aus.

    Was kannst du zur Berufsschule sagen?
    Meine Berufsschule ist die BBS für Gewerbe und Technik in Trier und ich besuche sie ein bis
    zweimal wöchentlich, je nachdem ob es sich um eine ungerade oder gerade Woche handelt. Ich
    finde es sehr gut, dass wir keinen Blockunterricht haben sondern in der Arbeitswoche zur Schule
    gehen, da man so das Gelernte sofort im Betrieb anwenden kann und so Fehler, Fragen oder
    Probleme sofort beheben oder beantworten kann. Die Lehrer sind alle sehr nett und der Unterricht
    macht teilweise sogar Spaß. Man findet schnell neue Freunde mit denen man sich über den Beruf
    austauschen kann aber auch mal in der Freizeit nach der Arbeit treffen kann.

    Musstest du viele Bewerbungen schreiben, um deinen Ausbildungsplatz zu bekommen?
    Auf welchem Weg hast du dich beworben?

    Meine Bewerbung habe ich damals in InDesign erstellt, da ich schon mit meiner Bewerbung zeigen
    wollte, was ich zu dem Zeitpunkt so kann. Also habe ich mich mit einer PDF-Datei beworben,
    welche alle Informationen über mich beinhaltete.
    Ja, ich habe sehr viele Bewerbungen geschrieben, welche ich deutschlandweit per Mail an
    Agenturen geschickt habe. Kurz nach meinem Abitur stand für ich eigentlich fest, dass ich auf
    jeden Fall meine Ausbildung in einer Großstadt, am besten so weit weg wie möglich, absolvieren
    möchte. So kam es, das ich auch mehrere Vorstellungsgespräche und Probearbeitstage in
    Frankfurt, Hannover oder Mannheim hatte. Das letzte Probearbeiten hatte ich in meinem jetzigen
    Ausbildungsbetrieb und hier hat es mir von Anfang an einfach am besten gefallen und so entschied
    ich mich für diese Stelle und bin sehr dankbar, dass ich schlussendlich auch angenommen wurde.

    Hast du vorher Praktika absolviert?
    Ich habe ein dreimonatiges Praktikum sofort nach meinem Abitur in einer Agentur für Medien
    absolviert, damit ich die Arbeit als Mediengestalterin kennen lerne und so stand für mich sehr
    schnell fest, dass ich eine Ausbildung zur Mediengestalterin machen möchte.

    Gibt es vergleichbare Studiengänge?
    Ja, das gibt es und man könnte es sogar an der FH in Trier studieren. Vergleichbar sind die
    Studiengänge Kommunikationsdesign und intermediales Design. Eine kurze Zeit habe ich sogar
    mit dem Gedanken gespielt eine Mappe als Bewerbung einzureichen, aber schnell stand für mich
    fest klar, dass nur eine Ausbildung für mich in Frage kam, da ich selber etwas designen wollte, was
    auch von reellen Kunden gebraucht und genutzt wird. Zudem wollte ich auch selbst Geld
    verdienen und auf eigenen Beinen stehen.

    Was machst du am liebsten nach Feierabend und in deiner Freizeit?
    Ich treffe mich nach Feierabend gerne mit meinen Freunden oder fotografiere auch sehr gerne
    andere Menschen oder sogar Hochzeiten. Am Wochenende gehe ich aber auch mal gerne mit
    meinen Mädels feiern.