Tüfteln für eine neue Anlage

Hallo zusammen,
wie ich im letzten Text schon erwähnt habe, arbeite ich zurzeit in der Abteilung Anlagenbau. Hier ist aktuell sehr viel zu tun. Zusätzlich zu mehreren Projekten, in denen wir mit neuen Techniken den älteren Produktionsanlagen bei Rhodius ein „Upgrade“ verpassen, haben wir vor kurzem auch damit begonnen, einen ganz neuen Anlagentyp zu bauen.

  • Diese neue Anlage beinhaltet viele Bauteile, mit welchen ich bis dato noch nie arbeiten konnte. Dazu gehören zum Beispiel mehrere Wälzlager. Doch bevor ich mit dem Aufbau beginnen durfte, fing ich zuerst einmal damit an, mir die kommende Arbeit organisatorisch so einfach wie möglich zu gestalten. Dazu habe ich Wissen angewendet, welches ich in meiner Ausbildung aus Erfahrungswerten gelernt habe. Mit einem geordneten Arbeitsplatz lässt es sich effizienter arbeiten.


    Schritt Nummer 1 war also, mithilfe mehrerer Boxen die gefertigten Bauteile, welche von computergesteuerten CNC-Dreh- und Fräsmaschinen gefertigt wurden, und die bestellten Lager und Federn nach den einzelnen Baugruppen zu sortieren.
    Dazu musste ich einige Zeichnungen lesen, da ich nur so wissen konnte, welche Bauteile zu welcher Baugruppe gehören. Dies war aber eine sehr gute Übung, vor allem auch in Hinblick auf die Abschlussprüfung, die bald ansteht. Nachdem alle Bauteile schön ordentlich sortiert waren, konnte ich dann mit dem Zusammenbau beginnen.


    Zuerst erfolgte der Zusammenbau von zwei Lagerköpfen. Beim ersten Kopf bekam ich von einem erfahrenen Kollegen gezeigt, wie ich beim Befestigen der Wälzlager auf der Welle vorgehen muss. Er zeigte mir, dass es hilfreich ist, die Welle zuerst zu kühlen und das Lager zu erhitzen. Dadurch dehnt sich das Lager etwas aus und die Welle zieht sich zusammen. Das Lager lässt sich nun leichter auf die Welle führen. Wenn die beiden Bauteile wieder Raumtemperatur angenommen haben, ist das Lager fest auf der Welle aufgepresst. Beim zweiten Lagerkopf konnte ich dann eigenständig versuchen die Welle und das Lager zusammenzufügen. Es war etwas schwerer als es zuvor aussah, aber ich habe es dennoch hinbekommen. Danach musste ich noch mehrere andere Bauteile zusammenbauen, doch davon werde ich euch noch in anderen Blogbeiträgen berichten!

    Viele Grüße
    Euer Tim