Bankkauffrau = langweilig?

Viele kennen das Bild, welches man im Kopf hat wenn man den Begriff „Bankkaufmann“ oder „Bankkauffrau“ hört. Man denkt an die grauen Herren aus der Geschichte von Momo, die nie Zeit haben und immer nur gestresst sind. Natürlich gibt es auch die Leute die dabei an Dagobert Duck denken, der den ganzen lieben langen Tag nur Geld zählt. 
Doch ist der Job wirklich so langweilig und eintönig?

  • Ich denke ihr könnt mir glauben, wenn ich euch sage, dass es anders ist. Seitdem ich bei der Sparkasse Koblenz meine Ausbildung mache habe ich gemerkt wie vielseitig man für diesen Beruf sein muss. Wenn ich zurückdenke an alle die Berufe, die diese Ausbildung miteinander vereint. Zusätzlich zu der eigentlichen Aufgabe eines  Bankkaufmanns/einer Bankkauffrau kommt noch...  
    „Techniker“, wenn man die Geräte kontrolliert oder etwas reparieren muss,   
    „Barista“ bei den ganzen Kaffees, die über den Tag zubereitet werden,  
    „Psychologen“, falls ein Kunde sich mal über sein Leid beklagt,   
    „Kinderbelustiger“ an Weltspartag,  
    „Lehrer“, wenn man Kunden etwas ganz neues erklärt,  
    usw… die Liste ist ewig lang und für jeden ist was dabei.

    In meinem Alltag gibt es generell zwei verschiedene Aufteilungen. Einen Teil des Tages bin ich am Schalter. Dort treffe ich die verschiedensten Menschen. Ob gut gelaunt und super freundlich oder tief traurig weil irgendetwas passiert ist, oder auch mal schlecht gelaunt. Oft erzählen vor allem die älteren Kunden viel über ihr Leben und freuen sich, wenn ihnen jemand zuhört. Es ist schön wenn man ihnen helfen kann. 

    Den anderen Teil des Tages bin ich in Beratungen mit dabei. Dort geht es auch um die verschiedensten Themen. Besonders schön und interessant sind für mich vor allem die Termine wo es um einen Immobilienwunsch geht. Meist jüngere Paare, die sich ihr Eigenheim finanzieren wollen und super glücklich sind, wenn alles so funktioniert wie sie es sich vorstellen.

    Zusätzlich gibt es zwischendrin auch Seminare in unserem Haupthaus mit den anderen Azubis. Dort werden uns die verschiedensten Dinge beigebracht. Wir haben zum Beispiel Seminare zum Thema Bausparen, Arbeitssicherheit, Computeranwendungen, wie man aktiv telefoniert und gut auf Menschen wirkt. Wie man offen auf Menschen zugeht habe ich auch ganz am Anfang lernen können.
    Es gab eine Woche, die „Ansprachewoche“ genannt wird. Diese ist dazu da, um am Anfang die „Scheu“ vor dem Kunden zu verlieren und offen auf sie zugehen zu können. In dieser Woche haben wir Azubis uns ein Thema ausgedacht und die Kunden darauf angesprochen und versucht mit ihnen Termine zu machen.
    Am Anfang hätte ich es nicht gedacht, aber nach dieser Woche hatte ich keine Probleme mehr einen Kunden anzusprechen. Generell habe ich in der Zeit, seit der ich nun hier bin, das Gefühl mich persönlich entwickelt zu haben.

    Der Ausbildungsberuf zur Bankkauffrau ist somit für mich also super interessant, vielfältig und hat nichts mit Langeweile zu tun! 

    Viele Grüße
    Eure Sarah