Samantha

Gestalterin für visuelles Marketing im 3. Ausbildungsjahr

Meine Abschlussprüfung als Gestalterin für visuelles Marketing

Hallo Ihr Lieben,

heute melde ich mich für die nächste Zeit erst einmal das letzte Mal, denn jetzt geht es in die Prüfungsphase! Heute möchte ich euch ein bisschen was zu dem Thema Abschlussprüfung erzählen.

  • Wie in eigentlich jedem Beruf gibt es natürlich eine schriftliche Abschlussprüfung, diese ist bei uns in 3 Teile gegliedert. Begonnen wird mit dem sogenannten „offenen Teil“. In diesem Teil ist es erforderlich eine Technische Zeichnung anzufertigen, nach einem bestimmten Bauplan, diese seht Ihr auf dem Bild, dafür sind etwa 60 Minuten geplant. In der anderen Hälfte des offenen Teils werden berufsbezogene Fragen gestellt, welche man in vollen Sätzen beantworten muss und gegebenenfalls auch mehrere Matheaufgaben. Dafür hat man ebenfalls 60 Minuten. Dies ist Teil 1 der Abschlussprüfung.

    Der zweite Teil nennt sich Projektplanung und Steuerung. Dies ist quasi ein „Fragebogen“ bei dem man lediglich mehrere Auswahlmöglichkeiten hat und davon die richtige ankreuzen muss. Auch sind in dem Teil Matheaufgaben enthalten. Die ausgewählten Antworten oder Ergebnisse werden dann auf einem Lösungsbogen eingetragen. Die Fragen in diesem Teil beziehen sich auch wieder auf den Beruf und die einzelnen Themenbereiche wie zum Beispiel die Sicherheitsvorschriften, Materialien wie Holz, Folie…

    Der dritte Teil behandelt Wirtschaft und Sozialkunde. Dort sind auch wieder Ankreuzfragen die auf einem Lösungsbogen eingetragen werden müssen. Diese Fragen beziehen sich auf allgemeine Dinge wie Arbeitsverträge, Sozialversicherungen und ähnliches.

    Die schriftliche Abschlussprüfung ergibt eine separate Note.

    Der nächste Abschnitt der Abschlussprüfung ist dann der Konzeptionstag. An diesem Tag muss man seine praktische Abschlussprüfung, entweder das Schaufenster oder den Messestand, zeichnen. Dies werde ich im Voraus mehrmals zuhause Üben, denn das Aussehen meiner Fläche steht bis dahin fest. Auch müssen an diesem Tag Material und Werkzeugliste angefertigt werden.

    Nach dem Anfertigen der Zeichnung, muss dann jeder Prüfling vor dem Prüfungsausschuss seine praktische Prüfung vorstellen. Dies kann er Anhand einer Power Point Präsentation tuen oder auch einfach frei heraus anhand von Karteikarten. Wichtig ist hierbei, sein bauliches Element (darauf komme ich gleich zurück) ausführlich zu erklären.

    Die praktische Prüfung ist dann kurze Zeit später und streckt sich über eine gesamte Woche. Montags ist immer der Tag der Anlieferung. An diesem Tag kann man dann seine Ware auspacken und bereitstellen und auch die Materialien sortieren. Dienstags beginnt man dann mit dem Vorbereiten seiner Wände oder das Aufstellen von seinen Systemen für den Messestand, quasi die Arbeiten drum herum. Mittwochs ist dann der längste Tag, dieser darf für das bauliche Element genutzt werden. Das bauliche Element ist Pflichtteil der praktischen Abschlussprüfung, darum dreht sich quasi die ganze Prüfung. Das bauliche Element sollte genügend Zeit in Anspruch nehmen und den Prüfling auch fordern, in dem Sinne, dass es nicht etwas ist, was man Mal ebenso gemacht hat. Die Prüfer wollen sehen, dass man sich damit im Voraus beschäftigt hat und man sich selbst damit auseinander gesetzt hat. Man muss alles gesamt an diesem Tag in der Schule bauen. Es dürfen auch keine Löcher vorgebohrt sein. Der Prüfling muss in der Lage sein, seine Zeit richtig zu planen. Bei der Konzeptionsprüfung kann es sogar passieren, dass der Prüfungsausschuss einem ans Herz legt das Konzept noch einmal etwas zu überdenken, weil das bauliche Element zu umfangsreich oder zu einfach ist. Dies passiert allerdings eher selten. Donnerstags ist dann der Tag für den Feinschliff. Die Schaufenster und die Messestände werden ausdekoriert und alles drum herum wird weg geräumt. Im Anschluss daran geht dann der Prüfungsausschuss alle Flächen und Schaufenster durch und bespricht sich und legt dabei die Noten fest. Dies wird für mich jetzt schon der schlimmste Moment! Dann ist auch alles schon rum. An diesem Tag kommen dann auch die Betriebe zum Besichtigen und auch die Familie darf kommen. In dem Moment fällt dann die komplette Last ab. Freitags ist dann der Abbau angesagt. Viel Arbeit die dann wieder weg geräumt wird.

    Dann ist es auch passiert, 3 Jahre die im Flug rum gegangen sind.

    Manchmal kommt es mir so vor als wär es erst gestern, dass ich das erste Mal bei Möbel Martin stand.

    Ich freue mich auf das nächste Mal, für mich geht es jetzt nächste Woche erst einmal in die schriftliche Prüfung!

     

    Eure Samantha