René

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft im 3. Ausbildungsjahr

Der Arbeitstag einer Fachkraft

Obwohl jeder Arbeitstag für René gleich beginnt, ist der restliche Tagesablauf immer unterschiedlich. Ganz schön spannend, was da so auf einer Mülldeponie passiert!

  • Der Arbeitstag einer Fachkraft

    In meiner Ausbildung habe ich schon viele unterschiedliche und abwechslungsreiche Tage erlebt. Schon allein, weil man in unserer Ausbildung echt gut rumkommt und viele neue Gesichter kennenlernt. Genauso abwechslungsreich sind auch unsere Arbeitstage im eigenen Betrieb. Dort sind wir logischerweise die meiste Zeit unserer Ausbildung. Obwohl jeder Tag gleich anfängt, verläuft er immer unterschiedlich. 

    Beginn des Tages

    Zu Beginn des Tages kommt man in Zivil natürlich an seinem Arbeitsort an, bei mir die Zentraldeponie Kornharpen. Dort ziehe ich mich in unserer Umkleide um und „stempel“ meine persönliche Karte an unserer Stempeluhr in Arbeitskleidung ein. Wie jeden Morgen um Punkt 7.09Uhr. Draußen bei Wind und Wetter angekommen mache ich erstmal den Wertstoffhof für die Abfallabgabe unserer Kunden bereit. Solche Arbeiten bestehen aus Reinigungsarbeiten des Hofes, sowie der Buchten, indem unsere Container bereitstehen. Ebenso kontrolliere ich den Füllstand unserer Pressen und Kisten und lasse sie gegebenenfalls austauschen, wenn sie zu voll sind.


    Der volle Arbeitstag

    Habe ich unseren Hof entsprechend vorbereitet, mache ich den Hof um 7.30Uhr für unsere Kunden auf. Es gibt Tage, da stehen sie um diese Uhrzeit sogar schon Schlange, da einige Leute zeitlich flexibel genug sind, um ihren Abfall oder Schrott noch vor der Arbeit bei uns abzugeben. Jetzt beginnt der Tag erst richtig. Je später es wird, desto mehr Kunden fahren auf unseren Hof und nehmen unsere Beratung in Anspruch. Genauso füllt sich natürlich auch unser Bestand wieder, wodurch wir gleichzeitig auf unsere Kunden und unsere Behälter achten müssen. Besonders häufig sorgen die Container für Farbe für „sportliche Abwechslung“.


    Bei uns muss man nicht nur körperlich fit sein, sondern auch mental. Es wird zwar viel an elektronischem Abfall, Holz oder einfach nur Restmüll geliefert, aber unsere wichtigste Aufgabe ist die Annahme und Verwahrung von Chemikalien, welche für Mensch und Umwelt eine große Gefahr darstellen. Genau für diese Abfälle besitzen wir eine extra Theke auf unserem Hof, wo die Kunden ihre “Problemabfälle” abgeben können. Bei dieser Arbeit muss die Fachkraft umso aufmerksamer sein. Neben den Lacken oder Klebern bekommen wir häufig sehr gefährliche Abfälle, wie zum Beispiel Säuren oder Laugen. Deswegen ist die persönliche Schutzausrüstung (PSA), wie speziell angefertigte Handschuhe, hautbedeckende Kleidung und Schutzbrille so wichtig. Ohne sie wäre die Verletzungsgefahr sehr viel höher. Wer hat schon gerne ein bisschen Schwefelsäure in den Augen, oder Finger, die aussehen wie Chicken Wings? Kennt man sich aber mit den Stoffen aus, macht es umso mehr Spaß sie zu identifizieren und sie sicher zu verwahren. Genauso ist es auch sehr oft unsere Aufgabe, unbekannte Flüssigkeiten zu identifizieren. Häufig kommen Leute mit alten porösen Behältern zu uns und wissen nicht mal, was da drin ist. Meistens aus dem Keller. Am besten sind dann die Fässer, wo man uns sagt, dass es sich um Benzin oder vielleicht Öl handelt und wir nach dem Test feststellen, dass es eine hochkonzentrierte Säure ist. Dank unserer 3-jährigen Ausbildung wissen wir zum Glück, wie man mit sowas umgeht.