7 Tipps zum Ausbildungsstart

Der Start in das Berufsleben kann für den einen oder anderen eine große Herausforderung sein. Man ist zwölf oder dreizehn Jahre in die Schule gegangen und auf einmal ist das vorbei und man geht jeden Tag arbeiten? Das kann einem schnell etwas Angst machen. Wie sollst du dich verhalten, was solltest du unbedingt beachten? Hier sind meine 7 Tipps für einen erfolgreichen Ausbildungsstart.

  • Pünktlichkeit
    Jeder hat es schon mal gehört – Pünktlichkeit ist das A und O! Man kriegt es von seinen Eltern und Lehrern gepredigt, aber tatsächlich ist das sehr wichtig, besonders bei kaufmännischen Berufen wird darauf viel Wert gelegt. Ob nun bei der Begrüßung der neuen Auszubildenden oder direkt am ersten Tag in der Abteilung, du kriegst keinen Pluspunkt, wenn du pünktlich bist, aber wenn du es nicht bist, fällt es direkt auf. Fahre deshalb auf jeden Fall etwas früher los, gehe am Wochenende vorher noch mal den Arbeitsweg durch, passt alles mit Stau, passt alles mit der Zugverbindung und so weiter. 

    Gepflegtes Äußeres/dein Outfit
    Es gibt nur wenige Unternehmen oder Ausbildungen in den z.B. täglich ein Anzug Pflicht ist. Ich habe bei mir die Erfahrung gemacht, dass im Alltag auch mal ein T-Shirt oder Pullover in Ordnung ist. Aber am ersten Tag der Ausbildung oder in einer neuen Abteilung darf es schon ein Hemd, bzw. eine Bluse, Hose und saubere Schuhe sein. Ich komme lieber für einen Tag etwas zu overdressed zur Arbeit und passe mich danach den Kolleginnen und Kollegen an, die Erfahrung habe ich zu mindestens gemacht. Ich sage ja gar nicht, dass du im Anzug kommen sollst, aber ein Hemd hat sicherlich jeder im Schrank hängen und das macht direkt einen gepflegten ersten Eindruck.

    Das Fettnäpfchen „Duzen“
    Um dieses Thema kommst du nicht herum, das garantiere ich dir. Mit etwas Glück bist du in einem Unternehmen, das das allgemeine Duzen jedes Kollegen vorschreibt, aber das ist eher eine Seltenheit. Um Formulierungen aus den Weg zu gehen, in denen du geschickt das direkte Ansprechen mit du oder Sie umgehst, gebe ich dir den Tipp, bleib beim „Sie“, bist du das „Du“ angeboten bekommst. Egal wie alt, egal wie locker die Person drauf ist, egal ob die Person dich die ganze Zeit mit deinem Vornamen anspricht - damit bist du immer auf der sicheren Seite. Denn mit etwas Glück merkt die Person es selbst, wenn du sie mit „Sie“ ansprichst. 

    Respektvoller Umgang, auch bei nervigen Aufgaben
    Die Zeiten, in denen Auszubildende die Kaffee- und Postbeauftragten waren, sind schon längst vorbei. Dennoch empfehle ich dir, respektvoll mit deinen Kollegen umzugehen. Früher oder später wirst du auch mal eine Aufgabe bekommen, auf die du überhaupt keine Lust hast, die nichts mit deiner Ausbildung zu tun hat. Denk dabei immer daran, du bist Auszubildender und so etwas gehört dazu, solange es bei Einzelfällen bleibt. Denn das zeigt auch deine Flexibilität und Durchhaltevermögen bei Aufgaben, auf die niemand Lust hat. Ich bin erst spät in meine Ausbildung gestartet, habe aber immer den Gedanken verfolgt: Ich bin Auszubildender, ich bin mir nicht für stupide oder „blöde“ Aufgaben zu schade. Damit habe ich wirklich gute Erfahrungen gemacht und ich kann die Fälle auch wirklich an einer Hand abzählen.

    Fehler eingestehen
    Ich habe es gerade schon erwähnt, du bist Auszubildender. Und das heißt, dass du Fehler machst und auch machen darfst. Du bist ja noch im Lernprozess und kannst gar nicht Alles richtig machen, das verlangt niemand von dir. Was dabei aber sehr wichtig ist – gestehe diese Fehler auch ein! Gehe auf deinen Kollegen zu und erläutere was passiert ist. Meistens gibt es für Alles eine Lösung und das Gute ist dann, dass du den Fehler nie wieder machen wirst. Nichts ist schlimmer, als auf seiner Meinung zu verharren, oder den Fehler einfach unter den Tisch zu schieben. Reflexionsfähigkeit ist hier das magische Wort. Darauf legen Ausbildungsleiter unheimlich viel Wert und einen Fehler einzugestehen macht dich sympathisch und ehrlich. Was Besseres gibt es doch eigentlich gar nicht, oder?

    Fragen kostet nichts / Interesse zeigen
    Den Spruch hat man auch schon unzählige Male gehört und auch hier muss ich sagen, dass er einfach zu 100 % wahr ist. Viel fragen heißt nicht, dass du zu dumm bist um etwas zu verstehen, sondern dass du daran interessiert bist, ES zu verstehen. Nimm dir also zum Ziel, so lange zu fragen, bis du eine Aufgabe oder einen Prozess vollständig verstanden hast, damit du nie wieder fragen musst. Und das werden dann auch deine Kollegen bemerken. Mach dir Notizen, wenn dir jemand etwas erklärt, hinterfrage etwas, wenn es dir zu schnell geht. All das drückt dein Interesse aus und zeigt, dass du mit voller Konzentration bei der Sache bist.

    Handy in die Tasche
    Das Handy ist ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, aber während der Arbeit solltest du es zum Anfang vermeiden, es zu benutzen. Ein „Der ist ja die ganze Zeit am Handy!“ kann sich schnell herumsprechen und wirft kein gutes Licht auf dich. Selbst wenn es nur auf dem Tisch liegt, kann das für manche Mitarbeiter schon ein eindeutiges Zeichen sein. Mache es auch nicht von deinen Kollegen abhängig, nach dem Motto „Die machen das, also darf ich das auch!“. Vielleicht kommt ihr zu dem Thema mal ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass es kein Problem ist, mal seine Nachrichten zu checken oder was auch immer zu machen. Aber bis das nicht geklärt ist, tu dir selber den Gefallen und lass das Handy in der Tasche.