Laura S.

Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung im 2. Ausbildungsjahr

Mein Leben vor der Ausbildung

"Doch das Leben kommt nun einmal meist anders, als man denkt, so auch bei mir"

  • Bevor ich meine Ausbildung zur Speditions- und Logistikkauffrau gemacht habe, habe ich 2015 mein Abitur auf der Graf-Engelbert-Schule in Bochum gemacht. Mit der Schulzeit habe ich mich unglaublich schwer getan, egal ob in der 5. oder in der 12. Klasse. 

    Mein NC von 2,9 war somit nicht der Beste, mit dem man sich bewerben kann und dadurch, wie schon erwartet, erhielt ich nur negative Rückmeldungen auf meine Bewerbungen an Universitäten. Beworben habe ich mich in erster Linie für „neutrale“ Studiengänge wie BWL, Medienmanagement, Mediengestaltung. Auch hier war schon damals deutlich zu erkennen, dass ich nicht wusste, was ich mit meinem Leben anfangen soll.
    Klingelte früher mein Wecker zur 1. Stunde, kam ich kaum aus dem Bett. Auf dem Weg zur Schule war ich unmotiviert und schlecht gelaunt. Was mir an der Schule gefiel waren einzig und allein meine Freunde und die Pausen. Heutzutage springe ich beim ersten Weckerklingeln um 03:45 Uhr schon aus dem Bett und bin (meist) topfit. Um 04:30 Uhr komme ich dann in der Firma an und sorge zusammen mit meinen beiden Arbeitskollegen in der Dispo, dass am Folgetag vernünftige Touren gefahren werden können. 

    Letztens sagten mir noch meine Eltern, dass sie nicht im Traum daran geglaubt hätten, dass ich jemals in meinem Leben so einen Lebensweg einschlage: früh aufstehen, täglich zur Arbeit, sehr gute Noten in der Schule. Doch das Leben kommt nun einmal meist anders, als man denkt, so auch bei mir. Der Unterschied zwischen Schule und Ausbildung ist ein ganz entscheidender. Jeden Tag auf’s neue merkst du, wofür du das alles tust. Es sind keine Formeln, die du auswendig zu lernen hast, obwohl du sie nicht weißt anzuwenden. Es sind keine Vokabeln in Sprachen, die in Ländern gesprochen werden, in denen du nie reisen wirst. Es ist keine Poesie, die du nach bestimmten Kriterien analysieren musst, obwohl dir bewusst ist, dass der Autor etwas ganz anderes aussagen wollte. Es ist etwas, was du für dich machst, für deine Zukunft und für deinen Lebenslauf- das ist das, was mich antreibt, jeden Morgen um 03.45 Uhr auf’s Neue. Und auch, wenn meine Zukunft ungewiss und mein Weg noch nicht vorgegeben und geschrieben ist, springe ich mit voller Zuversicht in jedes neue Abenteuer, was kommt (siehe Bild - ich, springend, am Strand von Santa Monica, Los Angeles! :-))

    Eure Laura