Ausbildungsalltag unter der Lupe

Laura nimmt für euch Details ihrer Ausbildung und der Beruffschule mal genauer unter die Lupe!

  • Hallo liebe Leserinnen und Leser,

    wie ich euch im letzten Beitrag schon versprochen hatte, kommen heute genauere Infos zu meiner Ausbildung. Ich hoffe ihr könnt einiges mitnehmen und euch vielleicht auch ein bisschen für meinen Beruf begeistern :-) !

    Im Betrieb
    Zunächst einmal richtet sich meine Ausbildung nach gesetzlichen Vorgaben, die in einem sogenannten Ausbildungsrahmenplan festgehalten sind. Es werden folgende Inhalte behandelt:

    * Alles rund um das ausbildende Unternehmen
    * Markt- und Kundenorientierung
    * Kontoführung und Zahlungsverkehr
    * Geld und Vermögensanlage
    * Kreditgeschäft
    * Rechnungswesen und Steuerung (hier geht es konkret um Zahlen, Daten, Fakten)

    Also egal wo ihr eure Ausbildung bei der Bank anfangt, diese Inhalte werden euch begleiten. Doch entscheidend ist auch, wie die Inhalte vermittelt werden! Wir haben bei uns in der Bank den Luxus, dass die Kollegen sich wirklich viel Zeit für uns Azubis nehmen. Da wir eine recht kleine Bank sind, mit rund fünf Filialen, kennen wir auch alle Kollegen und Ansprechpartner persönlich :-). Ganz wichtig - bei uns muss man keine Angst haben Fragen zu stellen - die Kollegen freuen sich über jede Frage!


    Die Berufsschule
    Neben der Ausbildung im Betrieb, gibt es noch die schulische Ausbildung am Berufskolleg (für uns ist das Berufskolleg in Hattingen zuständig). Nach dem Berufsschulunterricht müssen wir nicht noch in den Betrieb gehen und arbeiten!

    Hier einmal mein digitaler Stundenplan vom letzten Schuldblock:


    Berufsbezogener Bereich:
    - Allgemeine Wirtschaftslehre (AWL)
    - Bankbetriebslehre (BBL)
    - Rechnungswesen (REWE)
    _ Datenverarbeitung (DV)


    Berufsübergreifender Bereich: 
    - Englisch
    - Politik
    - Deutsch


    Der Berufsschulunterricht oder besser gesagt die mathe-lastigen Themen wie z.B. Rechnungswesen haben mir besonders Bauchschmerzen bereitet. Doch lasst euch Eines sagen: Alles halb so wild! Ich war während meiner Schulzeit bestimmt nicht eine der Begabtesten in Mathe und habe auch die eine oder andere Klausur verhauen, aber mittlerweile zählt Rechnungswesen zu einem meiner besten Fächer. Es ist eine ganz andere Art von Mathematik und man hat generell einen viel stärkeren Praxisbezug, der es einem ermöglicht, Dinge viel schneller zu verknüpfen und damit auch zu lernen.  

    Noch ein kleiner Exkurs:
    Zum Ende unseres Mittelstufenblocks haben wir alle zusammen (Schüler und Lehrer) eine Kanu-Tour gemacht und anschließend gegrillt :-) Es war ein richtig schöner gemeinsamer Tag/ Abend.

    Das gewisse Extra
    Was ich besonders bemerkenswert finde und was ich euch auf gar keinen Fall vorenthalten möchte, ist unser einwöchiges Seminar in Münster. Es zeigt wie viel Spaß es machen kann sich Fortzubilden, wenn man nur die richtigen Leute hat, die sich um den Workshop kümmern. Wir Azubis der Volksbank Sprockhövel besuchen zweimal, für jeweils eine Woche, das Genokolleg* in Münster. Hier wird uns alles beigebracht was für die mündliche Abschlussprüfung brauchen. Nicht nur inhaltlich, sondern auch praktisch, zum Beispiel durch Gesprächstrainings. In den zahlreichen Gesprächsübungen haben wir nicht nur etwas gelernt, sondern auch Tränen gelacht. An unsere Zeit in Münster erinnere ich mich besonders gerne zurück.

    *Genossenschaftliches Institut