Jessica

Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung im 3. Ausbildungsjahr

Berufsschule: das geht hier ab!

Hallo ihr Lieben,

ich komme gerade aus meinem ersten Berufsschulblock in der BBSW1 in Ludwigshafen. Wir haben pro Lehrjahr zwei Schulblöcke von je 6 bis 8 Wochen. Abgesehen von den in Lernfelder unterteilten berufsspezifischen Fächern haben wir außerdem noch Deutsch, Englisch, Religion, Sozialkunde und Schiffverkehrsgeografie. Sozialkunde und Geografie sind beide Teil der Abschlussprüfung.
  • Im ersten Block hatte ich die Lernfelder 1 bis 5, wobei zwei der Lernfelder schon im nächsten Schulblock komplett abgeschlossen sind. Es gilt also von Anfang an mitzuarbeiten, denn die Note eines abgeschlossenen Lernfeldes landet direkt im Abschlusszeugnis der Berufsschule. Pro Woche haben wir 36 Stunden Unterricht und gehen an einem Tag nach Unterrichtsende in den Betrieb in unsere Abteilungen, damit wir da nicht ganz den Anschluss an unsere Tätigkeit verlieren. Die Themen der Lernfelder reichen von Betriebswirtschaftslehre über Volkswirtschaftslehre bis zu Rechnungswesen, wobei manche Felder allgemein gehalten sind und andere sich vermehrt auf den Zusammenhang zum Beruf der Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung konzentrieren.

    Dadurch, dass die Unterrichtszeit durch die Blockphasen eingegrenzt ist, ist der Lernstoff sehr knackig und kompakt. Es gibt kaum bis keine Zeit für Wiederholungen im Inhalt und man muss proaktiv dabei bleiben. Pro Block wird in jedem Fach und Feld eine Arbeit geschrieben, sodass in den letzten zweieinhalb Blockwochen fast täglich eine Arbeit ansteht. Über den ersten Schulblock kann ich sagen, dass ich gut mitgekommen bin, aber auch frühzeitig angefangen habe Lernzettel zu schreiben und zu wiederholen. Da es verschiedene Sparten in der Speditionsbranche gibt, sind wir in der Klasse bunt gemischt. Es gibt Azubis von Betrieben, die sich vor allem auf den Binnenschiffverkehr konzentrieren, Betriebe, die sich auf Tankwagenfracht spezialisiert haben und Betriebe, die zu den KEP-Dienstleistern (=Kurier-Express-Paket) zählen, also ein viel geringeres Frachtgewicht zu disponieren haben. Am Anfang war es den Lehrern vor allem wichtig, dass wir ein Verständnis dafür entwickeln wie unterschiedlich unsere Ausbildungsbetriebe sind und uns auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Dafür haben wir eine Modellfirma gegründet und wenden an dieser unseren Lernstoff an. Die 6 Wochen gingen schneller rum als gedacht und ich freue mich, wenn ihr bei meinem nächsten Eintrag wieder dabei seid und ich euch von meiner nächsten Abteilung erzähle.

    Liebe Grüße,

    Eure Jessica