Jessica

Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung im 3. Ausbildungsjahr

Azubi und Mama

Hallo,
mein Name ist Jessica, ich bin 27 Jahre alt und habe diesen September meine Ausbildung zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung bei der DHL Freight GmbH in Worms begonnen. In meiner Freizeit bin ich vor allem gerne draußen, spazieren, angeln, Fahrrad fahren. Zur Urlaubszeit findet man mich beim Trekking in Irland und Schottland und das alles immer mit meiner fast 4-jährigen Tochter im Schlepptau. Zu Hause bin ich kreativ, baue selbst Angelköder, bastle viel, koche und backe gerne.

  • Der Weg zum richtigen Beruf

    Ich habe 2010 mein Abitur erfolgreich absolviert, wusste allerdings überhaupt nicht, in welche Richtung es für mich gehen soll. Da ich ein praktisch orientierter Mensch bin, war ein Studium nicht nach meinem Geschmack. Um nicht ohne Ausbildungsplatz dazustehen habe ich mich für eine Ausbildung zur Bürokauffrau entschieden. Kurz: Weder Ausbildung noch Arbeitgeber haben gut zu mir gepasst.

    Nach eineinhalb Jahren habe ich beschlossen, dass ich mich lieber anders orientieren möchte. Etwa zeitgleich habe ich erfahren, dass ich Mutter werde. Es stand mir also ein Neuanfang bevor, bei dem ich nicht die besten Karten in der Hand hatte. Gegen Ende der Erziehungszeit habe ich angefangen mich intensiv mit Berufsbildern auseinanderzusetzen. Kriterien: Ein Beruf, der mir Spaß macht, Perspektive bietet, Kontakt mit verschiedensten Menschen, Abwechslung, mich fordert und fördert. Der Beruf, der am Ende meine Neugier so richtig geweckt hatte? Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung. Ein Bindeglied zwischen allen Beteiligten der Logistikkette zu sein; die Wege verschiedenster Güter zu überwachen, sogar mitzugestalten, hat mich direkt fasziniert.

    Der Weg zum richtigen Arbeitgeber

    Der richtige Beruf war also gefunden, jetzt fehlte noch der passende Arbeitgeber. Nach vielen Bewerbungen und fast ebenso vielen Absagen kam die Ernüchterung.  Allein die Öffnungszeiten der Kindertagesstätte und die Tatsache, dass viele mögliche Arbeitgeber Angst vor vermehrten Krankheitstagen hatten, haben mir einen großen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Arbeitgeber, der sich davon nicht nur nicht abschrecken ließ, sondern sogar von Beginn an auf mich zugekommen ist: DHL Freight GmbH. So wurde mir zusätzlich zu der erfreulichen Nachricht über einen sicheren Ausbildungsplatz auch noch mitgeteilt, dass sie mir anbieten können meine tägliche Arbeitszeit auf sieben Stunden zu reduzieren, sodass sich meine größte Sorge, die Öffnungszeiten der Kita einhalten zu können, in Luft auflöste.

    Der Arbeitgeber

    Die DHL Freight GmbH ist die Speditionssparte des Konzern Deutsche Post DHL. Wir transportieren mit Hilfe von Fahrern von Subunternehmern Sammelgut, sowie Teil- und Komplettladungen für Unternehmen aller Sparten. Die Kunden kommen aus allen möglichen Branchen. Das kann eine Palette Bauteile von mehreren Tonnen, ein Fahrrad, das vom Privatkunden abgeholt werden soll bis hin zu mehreren Fässern Gefahrgut sein. Wichtig zu erwähnen ist, dass das Lager in Worms ein Umschlagslager ist.

    Es werden also Güter umgeschlagen und nicht eingelagert. Das macht unsere Halle zu einem großen summenden Bienenstock aus Gabelstaplern und Lagermitarbeitern, wo ständig Lieferungen vom LKW abgeladen, auf den Sammelstellplatz gebracht, wieder in die Ladezone gebracht und auf den nächsten LKW verladen werden. Ein reibungsloser Ablauf hierbei ist zwingend, damit alle ankommenden Güter korrekt umgeschlagen werden, sie zeitgerecht ausgeliefert werden können und der Kunde zufrieden ist.

    Der Beruf

    Das Spannende in der Logistik ist, dass man täglich merkt, wie alles miteinander zusammenhängt. Der normale Weg des Guts ist: Abholung – Lager – Zustellung. An jedem Punkt greifen verschiedene Abteilungen der Spedition, sei es der Service beim Kunden, die Annahme der Aufträge, die Planung der Routen der Fahrer, die Aufteilung der Güter auf die verschiedenen LKW, die Abholung oder Zustellung durch den Fahrer, Ansprechpartner für die Fahrer, falls Probleme auf der Fahrt auftauchen, Abrechnung beim Kunden und viele mehr. So verschieden wie die Abteilungen sind, so verschieden sind auch die Menschen, auf die man täglich trifft. Nur wenn alle Abteilungen gut zusammenarbeiten und jede Abteilung ihren eigenen Bereich sorgfältig macht, kann ein reibungsloser Ablauf gewährleistet werden.

    Als Azubi in diesem Bereich bekommt  man schnell viel  Verantwortung im eigenen Bereich und muss bereit sein, sich proaktiv zu verhalten und  gewissenhaft zu arbeiten. Was genau meine Aufgaben sind, erfahrt ihr in meinen nächsten Blogeinträgen. Ich nehme euch mit auf meiner Reise durch die verschiedenen Abteilungen, ich freue mich, dass ihr dabei seid!

    Bis bald
    Eure Jessica