Janine-Vanessa im Interview

Mein Name ist Janine-Vanessa und ich mache eine Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin. Mit meinem ersten Blogeintrag möchte ich mich euch kurz vorstellen.

  • Was hat dich zu deiner Ausbildung bewogen?
    Ich war schon immer gut in Mathe und Physik. Außerdem war es mir immer besonders wichtig, am Ende des Tages zu sehen,  was ich gemacht habe. Da es für mich nie vorstellbar war, den ganzen Tag im Büro zu sitzen, wurde mir schnell klar, dass meine Zukunft eher im technischen Bereich liegt. Dazu kommt mein ausgeprägtes Interesse für Maschinen aller Art.

    War der Ausbildungsberuf früher schon dein „Traumjob“?
    Nein, bis zum Ende der 9. Klasse war ich noch sehr ratlos, was die Frage  nach meiner Zukunft angeht.
    Für den Notfall habe ich mich damals zusätzlich zu meinen Bewerbungen,  um einen Schulplatz an der FOS in Gerolstein gekümmert. Welchen beruflichen Weg ich einschlagen will, wurde mir bei meinem Ferienjob im Garten- und Landschaftsbau bewusst. An sich hat mir die Arbeit sehr gefallen, gleichzeitig wurde mir aber auch bewusst, dass ich bei der Berufswahl auch auf meine körperlichen Befindlichkeiten achten muss.
    Kurz gesagt, mir fehlte es an körperlicher Kraft. Auf der Suche nach einem handwerklichen Beruf, bei dem die körperliche Belastung nicht ganz so groß ist, stieß ich letztendlich auf den Beruf des Wekzeugmechanikers.

    Musstest du viele Bewerbungen schreiben, um deinen Ausbildungsplatz zu bekommen?
    Ich denke, es waren ungefähr acht bis zwölf Stück. Ich wollte frei wählen können, für welchen Betrieb ich mich letztendlich entscheide und am Ende nicht ohne Alternative da stehen, wenn ich bei meinem favorisierten Betrieb nicht eingestellt werde. Für meine letztendliche Entscheidung war hauptsächlich das Arbeitsklima während des Praktikums bei Bilstein & Siekermann entscheidend. Ich denke,  der Spaß am Arbeiten ist nicht nur von der Arbeit selbst,  sondern zu einem Großteil von den Kollegen abhängig. Ich habe mich ausschließlich schriftlich beworben.

    Welchen Schulabschluss hast du?
    Ich habe einen Realschulabschluss erworben. Theoretisch würde auch die Berufsreife genügen, in der Praxis werden allerdings überwiegend Leute mit mittlerer Reife eingestellt.

    Wie lange dauert die Ausbildung?
    Die Ausbildung zum Wekzeugmechaniker dauert 3,5 Jahre, diese kann allerdings auf 3 Jahre verkürzt werden.

    Was machst du am liebsten nach Feierabend und in deiner Freizeit?
    Ich versuche, den Großteil meiner Freizeit in der Natur zu verbringen, denn ich gehe unheimlich gerne lange spazieren. Nachdem ich den Großteil meines Tages in einer Halle verbringe, ist das eine schöne Abwechslung. Letztes Jahr habe ich fast meine kompletten Wochenenden im Sommer mit meinen Freunden am Nürburgring verbracht. Wenn ich auch noch nicht selber fahre, gehören Autos und Motorräder zu meinen größten Interessen.

    Ab und zu gehe ich am Wochenende noch kellnern. Auch wenn ich während meiner Ausbildung weitgehend immer denselben Menschen begegne, hat mir das Kellnern sehr geholfen,  zu lernen,  auch mit fremden Menschen leicht und ins Gespräch zu kommen. Da ich alleine wohne, ist das Erste das nach einem Arbeitstag auf mich wartet  allerdings die tägliche Arbeit im Haushalt.

    Welche Hobbys und Interessen hast du? Spielten diese bei der Wahl des Berufs eine Rolle?
    Ich denke, das einzige Interesse, das meine Berufswahl beeinflusst hat, ist das für Maschinen.
    Egal ob Rüttelplatte, Kettensäge oder Drehmaschine, Arbeiten mit jedem technischen Gerät interessiert mich und macht mir unheimlich viel Spaß. Ich baue auch außerordentlich gerne technische Geräte auseinander, auch wenn mir das funktionsfähige Zusammenbauen nicht immer gelingt. Zu meinen neueren Hobbys gehört das Kartfahren, dem ich mindestens einmal im Monat nachgehe.

    Zu den Interessen, die mit meiner Berufswahl keinen Zusammenhang haben, gehören hauptsächlich Kleidung und Schuhe (ein bisschen weibliches Klischee muss auch in mir stecken). Während ich mir vor der Arbeit keine Gedanken über meine Klamotten-Wahl machen muss, habe ich nach der Arbeit umso mehr Spaß daran. Ich fahre am Wochenende  unheimlich gerne mit meiner besten Freundin tanzen und für nächstes Jahr ist schon eine kleine Festival-Tour geplant.

    Bis zu meinem nächsten Blogeintrag!
    Eure Janine-Vanessa