Im Büro der Ministerpräsidentin

Hallo ihr Durchstarter,
nun ist es schon wieder einen Monat her, dass ich mich bei euch gemeldet habe. Seit dem letzten Mal ist wieder einmal viel passiert und ich versuche euch das Wichtigste in Kurzform mitzuteilen. Beim letzten Mal hatte ich schon einmal von meiner Dienstreise nach Mainz gesprochen. Heute erzähle ich mal ein bisschen mehr davon.

  • Ich wurde von der IHK Koblenz zum Ovalen Tisch nach Mainz eingeladen. Hier wurde die Fachkräftestrategie für die Jahre 2018-2021 unterzeichnet.  Hier wird festgehalten wie man am besten den Nachwuchs sichern, Potentiale nutzen und Kompetenzen erhalten und ausbauen kann.
    Im Rahmen dieser Veranstaltung gab es auch ein kleines Interview, zu dem je eine Person im Zuge der Ausbildung eingeladen war. Dies waren ein Lehrer, ein Schüler, ein Ausbilder und ein Auszubildender. Wir wurden zu unterschiedlichen Themen befragt, zum Beispiel wie ich zu meiner Ausbildung gekommen bin und welche Vorbildung ich habe. Im Anschluss gab es noch einen Teil an dem die Strategie vorgestellt und unterzeichnet wurde. Anschließend an diese Veranstaltung gab es noch einen kleinen Empfang mit Sekt und Snacks.
    Das Beste kam dann zum Schluss. Als viele der Gäste schon gegangen waren, lud Malu Dreyer uns noch in ihr Büro ein. Und ich muss sagen, dass ich noch nie ein so großes Büro gesehen hab!
    Der goldene Höhepunkt kam dann mit einem Abschlussfoto mit ihr. Und damit war der Tag auch schon wieder vorbei und ich trat meine Rückreise an.

    Doch nun zurück zum Alltag:

    Natürlich gibts in einer Ausbildung nicht nur den praktischen, sondern auch den theoretischen Teil. Als nächstes stand die Berufsschule auf dem Plan. In jedem Ausbildungsjahr haben wir zweimal 6 Wochen Blockunterricht. Bedeutet, dass man 6 Wochen am Stück in die Schule geht. Da es bei mir nun schon fast 2 Jahre her ist, dass ich die Schulbank gedrückt habe, musste ich mich natürlich erstmal wieder daran gewöhnen.

    Vor Beginn hatte ich natürlich etwas Bammel ob dies denn alles reibungslos ablaufen würde. Doch diese Zweifel waren schnell beseitigt. Nach einer guten Vorbereitung  (Planung der Fahrtroute, Parkplatzsuche usw.) ging es dann auch schon los. Nach einer angenehmen Fahrt kam ich nun pünktlich in Cochem an. Da ich schon ein bisschen nervös war bekam ich zunächst kein Wort heraus, aber nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der Verteilung des Stundenplans war die Nervosität auch schon schnell verflogen.

    Apropos Stundenplan: Dieser ist wahrscheinlich nicht anders aufgebaut als eurer. Der Tag ist in bis zu 8 Stunden á  45 Minuten aufgeteilt. Meist werden die Fächer in Doppelstunden abgehalten, damit mehr Wissen vermittelt werden kann. Aber es gibt auch wenige Einzelstunden.
    Unsere Stundenpläne haben äußerlich wahrscheinlich viele Gemeinsamkeiten, aber inhaltlich würde ich doch stark behaupten, dass wir nicht sonderlich viel gemein haben. Bei uns gibt es zwar mit Sozialkunde und Englisch (natürlich fachbezogen) auch zwei klassische Fächer, aber ansonsten haben wir BBU. Ihr fragt euch sicher: „Was für’n Ding?“ Die Lösung ist aber ganz einfach: Berufsbezogener Unterricht.

    Die Berufsschule wird in verschiedene sogenannte Lernfächer aufgeteilt. Jeden Block bekommen wir neue Lernfächer dazu, die verschiedene touristische Themenbereiche abdecken.
    Momentan haben wir die Lernfächer 1, 2, 3 und 4. Um jetzt alles zu beschreiben würde die Zeit nicht reichen. Aber ich werde euch eine kurze Übersicht geben, welche Themenfelder behandelt werden.

    • In Lernfeld 1 beschäftigen wir uns viel mit rechtlichen Dingen wie dem BGB, Kaufverträgen, Vollmachten, Rechtssubjekte- und objekte oder auch die verschiedenen Arten der Kaufmänner & ihre Rechten und Pflichten.
    • In Lernfeld 2 beschäftigen wir uns intensiv mit dem Abschluss von Kaufverträgen.
    • Lernfeld 3 ist sehr umfangreich, hier haben wir sogar 2 Lehrer die sich dieses teilen: bei dem einen beschäftigen wir uns grob gesagt mit der Erde. Also ihre Eigenschaften und die touristischen Auswirkungen die sie beeinflusst. Bei dem zweiten Lehrer beschäftigen wir uns mit der touristischen Leistungskette und vielen weiteren Dingen, die für den Tourismus von essenzieller Bedeutung sind. Dazu beim nächsten Mal mehr.
    • In Lernfeld 4 geht es um Kommunikation. Also wie verhalte ich mich, wenn ich einen Kunden betreue, wie gewinne ich diesen am besten für mich und wie überzeuge ich ihn von mir. Außerdem beschäftigen wir uns damit welche Signale wir mit unserer Körpersprache aussenden und wie diese vom Gesprächspartner aufgenommen und gedeutet werden.

     

    Nach meinem Urlaub bin ich nun im Online-Vertrieb gelandet. Wie die Arbeit und die Kollegen hier so sind, erfahrt ihr dann beim nächsten Mal.

    Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg in diesem noch jungen Jahr!

    Grüße
    Florian