Ausbildung in Korsika

Hallo liebe Durchstarter,
wenn ihr auch nicht genug vom Sommer bekommen könnt, dann seid ihr hier genau richtig bei mir! Denn meinen letzten Einsatz habe ich nicht in meinem Betrieb absolviert, sondern war in unserem hauseigenen Hotel Maristella auf Korsika eingesetzt. Was ich dort alles gemacht habe und wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr jetzt.

  • Für mich hieß es nun am 04.08.2018 für 3 Wochen Abschied von Deutschland nehmen. Denn genauso lange sollte mein Einsatz im Maristella gehen. Natürlich war ich am Anfang ziemlich nervös, weil ich ja nicht wusste, wer mich auf Korsika in Empfang nehmen würde. Also stieg ich in den Flieger und war in knapp anderthalb Stunden da. Dort wurde ich auch schon von einem Mitarbeiter des Hotels sehnlichst erwartet. Nach einem kurzen Transfer (ca. 15 Minuten) war ich dann auch schon am Hotel angekommen. Auch hier wurde ich sehr freundlich in Empfang genommen und mir wurde während eines Rundgangs die gesamte Anlage samt meinem neuen zu Hause für die nächsten 21 Tage gezeigt. (Das Personal übernachtet nämlich nicht wie die Gäste im Hauptgebäude, sondern etwas versetzt.)

    Der restliche Tag stand mir dann zur freien Verfügung und ich erkundete ein wenig die Gegend und den nahegelegenen Strand. Am nächsten Tag ging es dann auch schon direkt los mit meinem Programm. Ich war für die Animation eingeteilt und schon von vorne weg: der Job ist leichter gesagt als getan. Der Animateur ist den Tag über Ansprechpartner für die Gäste, hilft Ihnen bei Problemen oder unterhält sich mal nur nebenbei mit Ihnen. Natürlich war dies nicht meine einzige Aufgabe, sondern viel mehr die Gäste für das Programm zu begeistern. Neben zahlreichen Sportarten wie Fußball, Tischtennis oder Wasserball stand ich auch mit meinen Kollegen abends auf der Bühne und unterhielt die Gäste mit täglich wechselnden Shows. Darunter befanden sich Tanzabende, Quizshows oder auch Tutti Frutti, ein Mix aus Cabaret, Sketchen & Tanz. Mein Highlight war die Hauptshow am Donnerstagabend: Tanz der Vampire! Hier wurde ein großartiges Bühnenbild inszeniert, viele Mitarbeiter aus dem ganzen Hotel hatten in diesem Stück eine Rolle und mussten aufwendig geschminkt & kostümiert werden. Mir viel leider keine tragende Rolle zu, da das Team bereits seit mehreren Monaten eingespielt war und es einfach zu umfangreich gewesen wäre mich dort einzubauen. Es war ein wahres Spektakel, da das Stück bei Anbruch der Nacht aufgeführt wurde und dadurch seine ganze Eleganz entfalten konnte. Die Gäste waren hellauf begeistert und applaudierten viele Minuten lang.

    Aber nun etwas zu meinem Dienstplan. Ja richtig gehört! Der gesamte wurde in verschiedene Schichten aufgeteilt. Morgens und nachmittags stand Sport auf dem Programm. Die Zeit während den Schichten stand uns zur freien Verfügung, die wir meist am Strand verbrachten. Allerdings konnte es auch schon mal sein, dass die Mittagspause dafür genutzt wurde, um für die abendlichen Shows zu üben. Der Abend war dann meist ziemlich vollgepackt. Bereits eine halbe Stunde nach der Nachmittagsschicht musste ich wieder für die Gäste da sein. Denn nun war bereits die Zeit für das Abendessen angebrochen und wir standen bereit um den Gästen das ein oder andere, zum Essen passende Getränk, anzubieten. Manchmal entdeckte ich auch meine Seite des Koches. An jedem Abend wurde nicht nur das Essen vom Buffet angeboten, sondern es wurde auch täglich live gekocht. In einer riesigen Pfanne wurden Gerichte frisch zubereitet und den Gästen serviert.

  • Allerdings musste ich nicht nur arbeiten, sondern hatte auch meine freien Tage. Jeden Dienstag war animationsfreier Tag. Da ich nur 3 Wochen Aufenthalt hatte, musste ich natürlich diese Chance ergreifen und die Insel erkunden. Am ersten freien Tag, entschied ich mich dazu einen vom Hotel angebotenen Ausflug mitzumachen. Hier war bereits um 6 Uhr Aufstehen angesagt. Aber das frühe Aufstehen sollte sich lohnen. Mit dem Bus machten wir uns auf den Weg. Wir fuhren über enge Bergstraßen an steilen Berghängen vorbei. An machen Stellen hatte ich Angst um mein Leben, so nah fuhren wir am Abgrund vorbei. Auf Korsika nimmt man es mit Leitplanken nicht so genau :D Aber später wurden wir mit überragenden Aussichten über die Insel belohnt. Am Mittag machten wir Rast in einem kleinen Bergdorf, bevor es weiter in Richtung der Hafenstadt Porto ging. Hier konnten wir ein wenig die Seele baumeln lassen und die Stadt erkunden, bevor es dann wiederum über steile Bergstraßen zurück ins Hotel ging.

    An den anderen beiden Tagen erkundete ich auf eigene Faust die Insel. Mit dem feurigen Elias, einem alten Zug und Hauptverkehrsmittel der Insel, fuhr ich am einem Tag I´lle Rousse an. Die Stadt lädt mit ihren vielen engen Gassen zum Flanieren ein. An jeder Ecke findet man ein Geschäft welches dort eigentlich nicht zu erwarten wäre. Am Mittag ließ ich mir eine leckere Pizza schmecken und gönnte mir zum krönenden Abschluss ein Eis. Am Strand ließ ich mir dann noch ein wenig die Sonne auf den Bauch scheinen und dann machte ich mich auch schon wieder auf den Rückweg ins Hotel.

    An meinem letzten freien Tag fuhr ich nach Calvi. Hier gibt es eine lange Einkaufsstraße mit allen möglichen Geschäften. Ebenfalls gibt es hier einen riesigen Yacht-Hafen an dem ihr die Boote vieler reicher Leute sehen könnt. Mein Highlight war allerdings die riesige Burg. Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Überblick über die gesamte Stadt.

    Wenige Tage später war auch schon der Tag meiner Abreise gekommen und ich freute mich schon wieder auf zu Hause. Dachte ich zumindest. Unfreiwillig wurde mein Aufenthalt verlängert. Die halbe Insel wurde von heftigen Winden heimgesucht, sodass in Calvi kein Flugzeug starten oder landen konnte. So kam es, dass ich erst einen Tag später den Weg nach Hause antreten konnte.

    Ich bedanke mich bei allen Menschen die ich während meiner Zeit dort kennengelernt habe und die mir den Aufenthalt sehr leicht gemacht haben. Ich bin auch froh, dass ich diese Erfahrung machen konnte.

    Bis zum nächsten Mal
    Euer Florian

    http://www.maristella.de/