Felix im Interview

Felix macht eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker bei Tiemeyer automobile AG und ist derzeit im 2. Ausbildungsjahr. Hier stellt er sich vor!

  • Meine Berufsorientierung
    Was hat dich zu deiner Ausbildung bewegt?
    Zu meiner Ausbildung hat mich das Interesse an der Technik und an Autos bewegt.
    Ich habe nach meinem Abitur ein Maschinenbaustudium angefangen, welches mich dann aber wegen mangelnder Praxis nicht so gereizt hat wie die Ausbildung.

    Welche Hobbies und Interessen hast du? Spielten diese bei der Wahl des Berufs eine Rolle?
    Meine Interessen bestehen darin, wenn ich neben der Arbeit Zeit finde, Judo zu machen, um in der Bundesliga bei der SUA Witten-Annen zu kämpfen. Zudem beschäftige ich mich gerne mit technischen Dingen, schraube an meinem Auto oder Moped, oder unternehme viel mit meinen Freunden, wie zum Beispiel der Besuch von 1/4 Meile-Rennen.

    War der Ausbildungsberuf früher schon dein Traumjob?
    Traumjob nicht unbedingt, dieses Attribut und Interesse hat sich erst später im Studium herauskristallisiert, so dass es schon mein Traumjob ist, nur nicht schon immer.

    Meine Bewerbung
    Musstest du viele Bewerbungen schreiben, um deinen Ausbildungsplatz zu bekommen? Auf welchem Weg hast du dich beworben? 
    Ich habe mich bei mehreren Autohäusern und Niederlassungen bekannter Automobilhersteller beworben und habe auch ein Angebot zum Karosseriebauer bekommen, was ich aber nicht wollte.
    Mein Gedanke war, wenn ich schon mein Studium abbreche, dann auch für etwas, wofür ich brenne.

    Hast du vorher Praktika absolviert?
    Ja! In der Firma; in der mein Vater tätig ist; welche im Maschinenbau im Bereich Tagebau Teile, Maschinen und Produkte fertig, so dass ich schon mit 15 tiefe Einblicke in die Technik und die Arbeit meines Vaters bekam.

    Gibt es besondere Erwartungen, die dein Ausbildungsbetrieb an dich hat? Sind spezielle Eigenschaften oder Qualifikationen gefordert?
    Man sollte auf jeden Fall gutes technisches Verständnis mitbringen und was die Fingerfertigkeit angeht, versiert sein. Der Beruf des KFZ-Mechatronikers ist nicht mehr der des einfachen Schraubers, sondern erfordert eine große Bandbreite an Fachwissen und Fertigkeiten, um in meinem Fall die Fahrzeuge nach Herstellervorschriften zu reparieren, instand zu setzen, nachzurüsten oder aber organisatorische Dinge, die essentiell für den alltäglichen Tageablauf sind, in Eigenregie abzuarbeiten.

    Welchen Schulabschluss hast du? Welcher Abschluss war mindestens erforderlich?
    Ich habe mein Abitur und gefragt war mindestens ein guter Haupt- oder Realschulabschluss.

    Hast du besondere Erwartungen an deinen Ausbildungsbetrieb?
    Ich erwarte von meinem Betrieb, dass er mich fordert und fördert, um die bestmögliche Ausbildung zu gewährleisten.

    Gibt es vergleichbare Studiengänge?
    Vergleichbare Studiengänge, die mir dazu in den Sinn kämen, wären, Kraftfahrzeugtechnik oder Mechatronik. Wobei diese nicht mit dem Aufgabenfeld des KFZ-Mechatronikers gleichzusetzen sind, da die Tätigkeitsfelder der Ingenieure eher in die Entwicklung und Konstruktion gehen.

    Mein Ausbildungsberuf
    Was machst du im Augenblick in deinem Ausbildungsbetrieb?
    Im Moment bin ich in der Diagnose und prüfe Kundenbeanstandungen und deren zugrunde liegende Fehler und behebe sie teilweise, sofern sie nicht in die Schwerlastreparatur (Motor und Getriebe) fallen.

    Darfst du schon eigenverantwortlich arbeiten und dich selbst einbringen?
    Ich darf schon verhältnismäßig viel alleine machen und bringe mich viel im Betrieb ein. Dafür muss gewährleistet sein, dass ich meine Aufgaben gewissenhaft abarbeite.

    Gibt es etwas, worauf du dich in deiner Ausbildung besonders freust?
    Ich freue mich besonders auf Arbeiten, die mit großer Reparaturtiefe zu tun haben, sprich Arbeiten, bei denen der Motor aus- oder teilweise auseinander gebaut werden muss, oder arbeiten an Getrieben, aber auch auf Arbeiten die mit der Diagnose von unbekannten Defekten zu tun haben. Zudem freue ich mich auf das Arbeiten an Elektrofahrzeugen, was ich jetzt noch nicht darf.

    Was kannst du zur Berufsschule sagen?
    Berufsschule habe ich zweimal in der Woche. Zum Stoff selber muss ich sagen, dass ich sehr Interessiert bin, da man dort viel theoretisches Wissen anhäufen kann. Zudem kann man sich stets mit den anderen Auszubildenden austauschen und auch neue Freundschaften knüpfen.

    Hast du dich über Weiterbildungsmöglichkeiten informiert? Was gibt es da?
    An Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es vielerlei Möglichkeiten wie zum Beispiel den Meister, den Techniker, den Serviceberater oder aber auch den Umschwung zum Verkaufsberater.

    Wie lange dauert die Ausbildung? Ist eine Verkürzung möglich?
    Meine Ausbildung dauert 3,5 Jahre, ist aber - je nach Leistung und vorangegangenem Schulabschluss - zwischen 6-12 Monaten verkürzbar.

    Mein Fazit
    Was gefällt dir an der Ausbildung besonders gut?
    Besonders gut gefällt mir das Arbeiten mit meinen Händen und die Verbindung zwischen "sich dreckig machen" und dem Arbeiten mit Köpfchen. Zudem gefällt mir die Atmosphäre in der Werkstatt sehr, welche überhaupt nicht mit der an der Universität zu vergleichen ist.

    Wer sollte sich für deinen Ausbildungsberuf entscheiden?
    Jemand, der viel Spaß an Technik hat, offen für Teamarbeit ist und auch mal gerne härter mit anpackt.