Erik

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im 2. Ausbildungsjahr

Vier Monate Ausbildung

Hi Leute, ich bin jetzt seit vier Monaten in der Ausbildung und hab so einiges erlebt und gelernt.

  • Die Umstellung von Schule zur Ausbildung war ein großer Schritt ins Erwachsenenleben. Man muss morgens früher aufstehen, arbeitet mehr körperlich und kommt später nach Hause. Zudem hat man natürlich auch mehr Verantwortung, da man ja in einem Produktionsbetrieb mitarbeitet.

    Allerdings macht mir das handwerkliche Arbeiten mehr Spaß, als die Schulbank zu drücken. Und dazu wird man auch noch gut bezahlt!

    Da ich die Firma am Anfang nicht kannte, musste ich natürlich erst mal jede Menge Mitarbeiter und die verschiedenen Abteilungen kennenlernen, die da wären: Blaserei, Spritzerei, Qualitäts-Kontrolle, Büro, Formenbau Werkstatt, Schlosserei Werkstatt, Lager / Versand.

     

    Das ist die Blaserei mit 13 Produktionsmaschinen verschiedener Technologien. Hier bin ich hauptsächlich tätig.

    Mein Aufgabengebiet besteht darin, Produktionsmaschinen umzurüsten, das heißt Blasformen und andere spezifische Teile auszutauschen und einzustellen.


    Hier seht ihr einen Umbausatz für eine Streckblasmaschine für PET Flaschen

    Ist der Umbau fertig, muss die Maschine angefahren werden, so dass auch gute Flaschen produziert werden. Das hört sich einfach an, ist aber ziemlich schwer zu machen. Im Produktionsprozess gibt es sehr viele Parameter, die alle richtig eingestellt werden müssen.

    Wenn dann alles gut läuft, muss natürlich noch aufgeräumt und die ausgebaute Blasform kontrolliert werden. Manchmal müssen an der Form Verschleißteile gewechselt oder die Formnester poliert werden, denn nur mit einer guten Form kann man die Flaschenqualität gewährleisten.


    Polieren einer Form mit Polierpaste

    Zur dualen Ausbildung gehört selbstverständlich auch die Berufsschule, in der ich mehr gefordert werde als gedacht. Am Anfang haben wir viele Sachen aus den Schuljahren zuvor wiederholt, doch es ging recht schnell zu den Themen über, die für uns wichtig sind. Mathe und Physik sollte man schon gerne machen. Zu dem kommt natürlich die Chemie, da Kunststoffe für meinen Beruf eins der wichtigsten Dinge sind. Hier lernt man zum Beispiel, aus welchen Molekülen verschiedene Kunststoffe bestehen und wie sich deren Eigenschaften verändern.

     

    PET Strukturformel

    Demnächst werde ich überbetrieblich meine Grundausbildung Metall absolvieren, aber dazu mehr in meinem nächsten Eintrag.

    Gruß Erik