Erik

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik im 2. Ausbildungsjahr

Überbetrieblich in Österreich

Seit einigen Jahren bietet die Firma Alpla die sogenannten „Azubi Tage“ an. Diese finden in der Nähe vom Hauptquartier der Alpla in Hard-Österreich statt. Dazu eingeladen werden alle Azubis aus dem 2. Lehrjahr mit ihren Ausbildern. Darüber möchte ich euch heute berichten.

  • Insgesamt geht dieser Workshop 4 Tage, wobei am ersten und letzten Tag die Fahrten im Vordergrund standen. Im Workshop geht es im Allgemeinen darum, die anderen Azubis kennenzulernen und die Teamfähigkeiten zu verbessern.

    Während der Chef die Tage als eine Ansehnliche Schulung ansah, kam es mir wie 4 spannende und gut bezahlte Urlaubstage mit Lern-Effekt vor  :)

    Montag:

    Am Montagmorgen fuhren wir um halb 9 In Kaiserslautern los Richtung Hard-Österreich. Durch Stau und die Aufregung zog sich die Fahrt ins Unendliche.

    Als wir endlich da waren, hatten wir noch Zeit die Einzelzimmer zu betrachten und die Koffer abzustellen. Dann begann direkt der Workshop mit der Planung und Vorstellung der nächsten Tage. (siehe Bild oben)

    Der Plan sah eine Bergwanderung von über 600m Höhenunterschied vor. Zu meinem Glück aber wurde diese durch ein Besuch in einem Naturmuseum und einer 5 minütige Gondelfahrt ersetzt, da es aus allen Ecken stürmte. Oben auf dem Berg angekommen, wartete ein stilvolles Panorama-Restaurant mit faszinierendem Blick auf die Kreuzung zwischen Deutschland, Österreich und Schweiz auf uns.


    (Randnotiz: das 4-Sterne Hotel gehört der eigenen Firma und ist über diese Tage fast nur von Alpla Mitarbeiter reserviert und besetzt.)  


    Dienstag:

    Der Wecker klingelte um 6.15 Uhr, sodass man vor dem Workshop noch was frühstücken konnte. Gestärkt und mit einer Tasse Kaffee ging es um 8 Uhr in den Workshop-Saal, in dem schon unsere 2 „Coaches“  auf uns warteten.

    Wir lernten uns untereinander kennen und sprachen über das Thema „TEAM“.

    So klar und deutlich wie diese beiden kann keiner einem beweisen, wie wichtig die Teamfähigkeit in einer Firma wie Alpla ist. Diese dauerhafte Aufmunterung und Motivation der beiden sorgten bei vielen für lustige, aber auch nachdenkliche 4 Tage.

    Die erste Aufgabe die Teamfähigkeit zu beweisen, war es mit fremden Personen eine Murmelbahn in nur 45 min aus DIN A3/A4 Blättern und Kleber herzustellen.

    Danach fuhren wir mit den Autos in das Alpla Werk Fußach. Dort angekommen wurden wir über die Hygiene-Vorschriften aufgeklärt und wurden dann schon durch das ganze Werk geführt. Am Ender der Führung konnten wir uns noch Kleinigkeiten und die Geschichte der Gründer durchlesen welche Interessanter sind, als manch andere Geschichten.

    (Randnotiz: Die Firma Alpla stellte für kurze Zeit sogar Flugzeuge her.)

    Abends ging es dann zu einem naheliegenden Restaurant in dem man den Abend ausklingen ließ.

     

    Mittwoch:

    Nach dem Frühstück im  Saal ging es heute überwiegend um die Kommunikation zwischen Azubi und Ausbilder. Wir konnten Lob, Kritik und Fragen bzw. Anregungen von Mensch zu Mensch äußern. In den meisten Fällen (wie bei uns :) stärkte dies enorm die Verbindung beider Parteien. Danach gingen wir das Hauptquartier der Alpla besuchen, Alpla Werke Hard. Es war großartig solch ein Werk zu sehen, (ebenso Fussach) und zu merken, dass die Arbeitsmoral und Teamfähigkeit in einem 6 Stunden weit weg liegenden Werk genauso zu spüren ist wie „zuhause“. Danach kam mein persönliches Highlight der Azubi Tage - das Kartfahren. Egal ob Ausbilder, Azubi oder Coach - jeder durfte mitfahren und an den Rennen am Schluss teilnehmen. Schon davor und zwischendurch war ein Büfett für uns eröffnet.


    (Randnotiz: Verpflegung wie Essen und Trinken wurde alles von der Firma bezahlt.)

    Abends saßen wir, nachdem wir alles für die Heimreise gerichtet hatten, mit den Azubis und Ausbildern ganz Deutschlands an der Hotelbar und genossen unseren letzten Abend zusammen.

    Donnerstag:

    In der letzten Schulung ging es um die letzten Tage und das Feedback zwischen Ausbilder und Azubi.

    Kurzfristig ist sogar der Chef West Europas gekommen, hat sich vorgestellt und uns einzeln die Hand gegeben, was in gewisser Hinsicht eine Ehre für mich war, so in der Firma aufgenommen und akzeptiert zu werden.

    Nach der Verabschiedung ging es bei uns direkt los. Im Auto (2x Ausbilder und 4x Azubis) ging es nachhause. Trotz Müdigkeit gab es eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre, als die ersten alten Rock Klassiker über die Bluetooth Anlage angestimmt wurde.

    Das war mein Highlight in meiner Ausbildung und ich hoffe, dass ich der Firma das zurückgeben kann was sie mir damit ermöglicht hat.

    Euer Erik.