Interner Wechsel - bei Rhodius möglich!

Hallo ihr Lieben,
in meiner Ausbildung als Industriekauffrau bei RHODIUS habe ich bisher die Abteilungen Marketing, Auftragsabwicklung, Vertrieb/Lohnabfüllung und Einkauf/Materialwirtschaft durchlaufen. Mein erstes halbes Jahr habe ich somit bei Rhodius Mineralquellen verbracht. Nun bin ich seit Anfang Februar in der Technischen Auftragsbearbeitung (TAB) von RHODIUS Schleifwerkzeuge (RQS; das Q steht für Qualität,  unternehmensintern verwenden wir jedoch nur die Abkürzung RQS oder sagen einfach RHODIUS Schleifwerkzeuge).

  • Wie ich bereits erwähnte, hat man als Azubi bei uns die Möglichkeit, drei unterschiedliche Unternehmen kennenzulernen. Bei Mineralquellen geht es um die Herstellung von Getränken, bei Schleifwerkzeuge hingegen um die Produktion von Scheiben jeglicher Art, die anschließend zum Beispiel zum Trennen, Reinigen, Schleifen/Polieren oder Fräsen verschiedener Materialien verwendet werden können. Die Gebrüder RHODIUS stellt als drittes Unternehmen die Verwaltung der beiden operativen Gesellschaften dar. Ihr gehören bspw. die Finanzbuchhaltung und die Personalabteilung an. So kommt es, dass wir öfter die Abteilung wechseln als andere Azubis, die nur innerhalb eines Unternehmens ausgebildet werden.

    Der große Vorteil dabei besteht meiner Meinung nach darin, dass wir Einblicke in gleichzeitig zwei Branchen bekommen – manchen liegt der eine Bereich besser, andere haben mehr Verständnis für den anderen. Dadurch ist unsere Ausbildung sehr vielfältig und wir können uns am Ende überlegen, in welcher Branche wir uns vorstellen könnten, zu arbeiten.

    Die Aufgaben in der TAB von RQS drehen sich rund um die Planung der Scheibenproduktion. Manche Scheiben werden auftragsbezogen, andere auf Lager gefertigt. Unter Berücksichtigung der Lieferzeiten für die benötigten Materialien und der anschließenden Produktionsdauer müssen die einzelnen Artikel für die Produktion eingeplant werden. Dabei ist die jeweilige Fertigungsanlage, die Anwesenheit von Personal zur Bedienung der Anlagen, die zu produzierende Menge, der gewünschte Liefertermin des Kunden, die Mischung, die für die jeweilige Scheibe benötigt wird usw. zu beachten. Daraus ergibt sich zum Beispiel, welche Aufträge in derselben Schicht bzw. generell gut nacheinander gefahren werden können, da die Fertigungsanlagen aufgrund derselben Stärke und Maße der Scheiben nicht umgebaut werden müssen oder die Scheiben aus derselben Mischung bestehen.

    Ist diese Vorplanung beendet, liegt es an dem Azubi, die geplanten Produktionsaufträge (für eine ganze Kalenderwoche) im System einzugeben und somit zu erstellen. Die Aufträge werden meist donnerstags gedruckt, sortiert und zu den Schichtmeistern gebracht. Da es aber aufgrund von unvorhersehbarem Personalausfall (z. B. wg. Krankheit) oder Störungen an den Maschinen während der Produktionswoche immer mal zu Komplikationen kommen kann, müssen sich Produktionsplaner und Schichtmeister jeden Morgen zusammensetzen und eine sogenannte Feinplanung herausarbeiten.

    Auch wenn man als Azubi in der TAB nicht allzu viel eigenverantwortlich und selbstständig erledigen kann, so bekommt man doch sehr viel Interessantes erklärt und tiefe Einblicke in die Aufgaben dieser Abteilung. An meinem ersten Tag dort hatte ich sogar eine Führung durch die Produktion, und Anfang März durfte ich mit auf die Internationale Eisenwarenmesse nach Köln.  

    Bis bald
    Chiara