Aller Anfang ist schwer

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Lächelndes Mädchen mit Schutzbrille; Porträt

Mittlerweile haben wir Februar und ich habe den Basislehrgang Metall abgeschlossen. Ganze 5 Monate habe ich an dem LKW gearbeitet. Dabei wurden verschiedene Werkstücke aus Stahl und Blech bearbeitet. Ich habe Feilen, Sägen, Meißeln, Biegen, Bohren, Senken, Reiben und Gewinde schneiden gelernt. Anfangs war ich mit allem ein wenig unbeholfen, doch mit der Zeit lernte ich die korrekte Ausführung und auch die richtige Auswahl von Werkzeugen kennen. Des weiteren konnten wir uns verschiedene Methoden aneignen und den Einsatz von Hilfsmitteln schätzen lernen. Auch die Azubis aus dem zweiten und dritten Lehrjahr gaben uns den ein oder anderen Tipp, der uns davor bewahrte Werkstücke unzählig oft zu erneuern. Leider war es unvermeidlich, Fehler zu machen und somit zweifelte auch ich zwischenzeitlich an meinen Fähigkeiten, wenn mal was nicht glatt lief. Ich lernte Fehler zu akzeptieren und es einfach beim zweiten Versuch, trotz meiner Ungeduld, ruhiger und konzentrierter anzugehen.

 

Zu Beginn des Lehrgangs hat sich das komplette Lehrjahr nach dem Sinn gefragt und empfand das viele Feilen eher als Qual. Doch nach dem Fertigstellen betrachte ich persönlich alles mit ganz anderen Augen. Ich konnte theoretisch, praktisch sowie mental unglaublich vieles dazu lernen. Abgesehen davon hatte man die Möglichkeit, den Rest des Lehrjahres und auch Azubis aus den anderen Lehrjahren richtig kennenzulernen und eine Gemeinschaft zu bilden. Es herrschte ein Geben und Nehmen.

Also im Großen und Ganzen fühle ich mich bis jetzt sehr wohl und bereue weder die Wahl der Firma, noch die des Berufs. In naher Zukunft geht es dann vorerst an die Lehrgänge Drehen, Fräsen, Schweißen, Pneumatik und Elektrik.

Die ersten 5 Monate jedenfalls gingen vorbei wie im Flug, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass alles neu und aufregend ist. Allerdings hatten wir auch viel Abwechslung und Input durch die vielen Grundlagenseminare zu Themen wie Arbeitssicherheit, Brandschutz und auch allgemein Organisatorisches.

Noch ein großes Highlight für mich war die Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendauszubildendenvertretung, was viel Verantwortung, aber auch Abwechslung und Spaß mit sich bringt. Das Amt als JAV beansprucht allerdings auch viel Zeit durch regelmäßige Sitzungen und auch Seminare.

 Ich bin gespannt auf die Zeit, die noch vor mir liegt und freue mich euch bald wieder von meinen Erfahrungen zu berichten.

Eure Michelle