Was es bedeutet, Anwendungs­entwickler zu sein

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Azubi am Schreibtisch

Hallo liebe Leser, "wie werde ich Anwendungsentwickler? Und vor allem, was macht man da?" Diese Fragen hab ich schon oft gehört. Daher widme ich meinen neuen Blog diesem Thema und beantworte euch diese und weitere spannende Fragen rund um den Beruf. 

Viele können sich unter IT oder auch Softwareentwicklung nicht wirklich etwas vorstellen. Was man macht oder wie man dazu kommt, ist für viele nicht ganz ersichtlich. 

Meinen Eltern abends am Tisch zu erklären was ich gemacht habe, ist manchmal echt eine Herausforderung. Sie wissen, dass ich etwas mit Websites mache, aber ansonsten können sie sich nicht vorstellen, was es genau heißt, in der IT zu arbeiten oder, dass so etwas wirklich Arbeit bedeutet. Der Nutzer sieht am Ende ja nur eine Website, wie es tausende davon gibt. Man klickt sich durch und nimmt es als selbstverständlich, dass es so etwas gibt.

Was bedeutet es überhaupt, etwas zu programmieren?
Vor allem Mathematik. :) Das soll jetzt nicht abschreckend wirken, aber das Programmieren hat viel mit logischem Denken und Mathematik zu tun (wenn auch nicht klassische Mathematik). Dazu besteht diese Arbeit viel aus Recherchieren. An manchen Fehlern sitzt man lange Zeit vor Google und sucht nach Leuten mit demselben Problem, Lösungsansätzen oder wühlt sich seitenweise durch Codes, um den Fehler nachzuvollziehen und herauszufinden, woher er eigentlich stammt. Dabei ist die eigentliche Lösung teilweise ganz leicht. Wichtig finde ich daher auch, dass man etwas Ausdauer an den Tag legt. Sich nicht ablenken lässt und bei der Sache bleibt, auch wenn das nicht immer einfach ist. Eintönig wird es dennoch nie in dem Job, keine Aufgabe ist wie die andere. Jedes Problem, das es zu lösen gilt, fordert etwas anderes von einem. Gerade das ist es, was mir Spaß macht… die Abwechslung, dass man davor nie weiß, wie man etwas lösen kann und die Herausforderung es zu schaffen.

Aber wie starte ich nun eigentlich in die Anwendungsentwicklung?
Es gibt ganz verschiedene Wege dafür. Ich habe den Weg über eine IT-Schule genommen und mich davor privat für den Bereich interessiert und beschäftigt (kleine Programme geschrieben). Das konntet ihr ja schon über mich in meinen vorherigen Blogbeiträgen lesen. Manche in meiner Firma kommen von dieser Schule, haben ein IT Studium abgebrochen oder beendet, andere sind normal von der Schule gekommen oder sind als Quereinsteiger gestartet. Wichtig ist nur, dass man sich für das Thema interessiert und eventuell etwas damit beschäftigt. Hilfreich finde ich daher, sich zumindest mal das Programmieren anzusehen, sei es ein Praktikum, ein Informatikkurs an der Schule oder dass man privat etwas programmieren lernt und sich mit dem Thema auseinandersetzt (im Internet gibt es viele Tutorials dazu). Man sieht nicht nur, ob diese Tätigkeit einem Spaß macht, sondern lernt noch etwas für sich selbst dazu, das man eventuell in der Zukunft gebrauchen könnte.

Abschließend kann ich jedem, der sich denkt: „Das könnte was für mich sein“, „Das interessiert mich“, empfehlen, sich das einfach mal anzusehen und privat etwas mit dem Programmieren zu beschäftigen. Mir gefällt der Beruf des Fachinformatikers bis jetzt gut… und eventuell ist es ja auch was für euch. :)