• Der eine findet’s spannend, der andere trivial. Und wo so mancher Lachtränen vergießt, verzieht der andere keine Miene. Die Leser von Romanen, Krimis und Sachbüchern und deren Vorlieben sind eben mindestens so unterschiedlich wie die Autoren. Damit kein Buch un- oder nur angelesen im Regal verstaubt, gibt es die Buchhändler/innen. Sie finden heraus, was und wie die Kunden gerne lesen, um ihnen individuelle Empfehlungen geben zu können.

    Was ist neu auf dem Markt, welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Das müssen Buchhändler im Blick haben. Ist doch die Branche selbst stark im Wandel wegen der zunehmenden Vielfalt der Produkte wie Hör- und E-Books, neuer Vertriebswege und sich wandelnder Marketingstrategien. Vor zwei Jahren wurde der Ausbildungsberuf modernisiert, um diese Aspekte auch in der Ausbildungsordnung zu berücksichtigen: mehr Technik, mehr E-Business, mehr Vertriebsaspekte. Buchhändler müssen ihr Medienwissen, ihr Können im Verkauf, in der Beratung und der Recherche unter Beweis stellen, um den Kunden die passende Produktform anbieten und auf seine Wünsche eingehen zu können.

    Und: Sie wollen natürlich Lust machen aufs Lesen. Also müssen sie Bücher, Zeitschriften & Co. im Laden gut präsentieren. Auch Zusatzsortimente zählen häufig dazu.  

    Neu ist, dass für das dritte Ausbildungsjahr zwei Wahlmodule vorgesehen sind: Im ersten, sechsmonatigen Modul legen die Auszubildenden ihren Schwerpunkt auf Sortiment, Antiquariat oder Verlag. Um selbst besser analysieren, planen und Projekte umsetzen zu können, ist dann noch eine aufbauende Wahlqualifikation vorgesehen. So befassen sie sich drei Monate lang mit der Gestaltung einer spezifischen Warengruppe, mit buchhändlerischen Projekten oder dem buchhändlerischen E-Business.